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Katerstimmung in NRW

Wahlausgang bedeutet für manche Karriere ein jähes Aus

Düsseldorf

Am Tag danach herrscht auch in NRW bei vielen politische Katerstimmung. Das liegt auch am hohen AfD-Ergebnis. Die dramatischen Verluste von SPD und CDU bei der Bundestagswahl haben zudem aber einige politische Karrieren jäh beendet, weil die zum Kräfteausgleich zwischen Erst- und Zweitstimmen bestimmten Landeslisten weit weniger stark gezogen haben als früher.

Hilmar Riemenschneider

NRW-SPD-Chef Michael Groschek bat 111.000 Parteimitglieder um ihre Meinung. Foto: dpa

►  Mandate: Bei der CDU nur vier statt der 2013 noch 26 Abgeordneten. Oliver Wittke, Chef der Ruhr-CDU, hat es geschafft. Sven Volmering (Bocholt) oder Hubert Hüppe (Werne) standen auf sonst aussichtsreichen Plätzen, jetzt stehen sie vor dem Neustart. Die CDU stellt 42 der insgesamt 142 Abgeordneten aus NRW. 41 stellt die SPD, davon ziehen 15 Genossen (2013: 25) über die Landesliste ein. Immerhin schafft Umweltministerin Barbara Hendricks auf Listenplatz 2 hinter Parteichef Martin Schulz so den Weg ins Parlament. Die anderen NRW-Parteien besetzten ihre Mandate ganz über die Liste: die FDP erstritt 20 Mandate, die AfD 15 und je zwölf Grüne und Linke.

►  Sondierung: Für ein mögliches Jamaika-Bündnis der CDU mit FDP und Grünen kommt Ministerpräsident und CDU-Bundesvize Armin Laschet eine zentrale Mittlerrolle zu. In NRW hat der mit FDP-Chef Christian Lindner die Koalitionsverhandlungen schnell und erfolgreich abgeschlossen. Zugleich ist er mit Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir befreundet. Was persönlich klappt, wird inhaltlich bei Diesel, Kohle oder Asylrecht schwierig.

►  Neustart: Die SPD muss mit Landtags- und Bundestagswahl zwei historische Niederlagen verarbeiten. Parteichef Michael Groschek hat dafür die 111 000 Mitglieder per Mail um ihre Meinung gebeten – die Antworten sind Gesprächsstoff für die Vorstandsklausur am Samstag.

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