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Schulen

Weigand: Gespräche zum Nonnenwerth-Fortbetrieb gescheitert

Remagen (dpa)

Ein Weiterbetrieb der Privatschule Nonnenwerth bei Remagen scheint nach Einschätzung der Kreisverwaltung Ahrweiler und der Stadt Remagen zurzeit ausgeschlossen. Die Gespräche mit dem Geschäftsführer der Gymnasium Nonnenwerth gGmbH, Peter Soliman, seien «endgültig gescheitert», teilten die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand, und der Bürgermeister von Remagen, Björn Ingendahl (beide parteilos), am Freitag mit. Man bedauere es sehr, dass es nicht gelungen sei, «den Geschäftsführer für eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu gewinnen».

Von dpa

Bereits am Donnerstag hatten Remagen und der Elternbeirat alle Rettungsversuche für gescheitert erklärt. Das traditionsreiche rheinland-pfälzische Franziskus Gymnasium an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen mit Schülern aus beiden Bundesländern werde damit höchstwahrscheinlich im Juli geschlossen, hieß es. Hunderte Mädchen und Jungen müssten dann die Schule wechseln. Wiederholt hatten viele Schüler für den Erhalt ihres Gymnasiums demonstriert.

«Wir haben bis zuletzt dafür gekämpft, den historischen Schulstandort des Privaten Franziskus-Gymnasiums Nonnenwerth zu erhalten», teilten Weigand und Ingendahl am Freitag mit. Zu Gesprächen über eine Übernahme der Trägerschaft von Nonnenwerth durch die Stadt Remagen, die Verbandsgemeinde Unkel und einem Träger einer Reihe von weiterführenden Schulen bundesweit mit Soliman sei es nicht gekommen.

Soliman begründe dies in einem Schreiben an den Kreis Ahrweiler damit, dass er ein Beratungsunternehmen exklusiv mit der Suche nach einem anderen Schulträger beauftragt habe und deswegen «etwaige Vermittlungsbemühungen durch andere Institutionen» aktuell nicht fördern könne, teilte der Kreis Ahrweiler mit.

Soliman weist die Vorwürfe zurück - er sei sehr wohl gesprächsbereit. Einst hat er die angekündigte Schulschließung mit unzureichendem Brandschutz im denkmalgeschützten riesigen Schulgebäude mit ihn überraschenden Kosten von «mindestens zehn Millionen Euro sowie von mir zusätzlich zu deckenden Verlusten von jährlich mehr als einer Million Euro» begründet. Diese Summen seien nicht tragbar.

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