1. www.wn.de
  2. >
  3. NRW
  4. >
  5. Weihnachtsmärkte beliebt wie vor Corona

  6. >

Brauchtum

Weihnachtsmärkte beliebt wie vor Corona

Köln/Bielefeld (dpa/lnw)

Farbenfrohe Lichter, stimmungsvolle Weihnachtsmusik und verschiedene Angebote auf kleinem Raum. Die Weihnachtsmärkte können sich wieder über einen regen Zuspruch freuen. Davon profitieren auch andere.

Von dpa

Blick von oben auf den Weihnachtsmarkt am Dom in Köln. Foto: Sascha Thelen/dpa

Die Weihnachtsmärkte sind vielerorts in Nordrhein-Westfalen ähnlich gut besucht wie vor der Corona-Pandemie. Für das besondere Erlebnis reisen in diesem Jahr wieder zahlreiche Touristen an. Deshalb sind die Veranstalter positiv für das zweite Adventswochenende gestimmt. Energiesparen ist für die Betreiber der Stände und die Kommunen zwar ein Thema. An der Gemütlichkeit der Weihnachtsmärkte wird aber nicht gespart. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Kommunen und Touristikgesellschaften.

«Wir freuen uns, dass die Menschen wieder zurück sind. Vor allem auch, dass auch wieder zahlreiche Gäste zu unseren Weihnachtsmärkten kommen», sagte der Geschäftsführer KölnTourismus GmbH, Jürgen Amann. Sie bedienten das Bedürfnis nach Geselligkeit und Wärme bei den Menschen, das nach der Krise sehr groß sei. Für Köln stellten die Weihnachtsmärkte in der Adventszeit nicht nur einen wichtigen Reiseimpuls dar, sondern auch einen enormen Wirtschaftsfaktor. Er verwies dabei auf den Kölner Einzelhandel und die Kulturwirtschaft.

Bielefeld ist besonders positiv gestimmt. «Wir stellen fest, dass der Bielefelder Weihnachtsmarkt 2022 alle Erwartungen übertrifft», sagte der Sprecher der Bielefeld Marketing GmbH, Jens Siekmann. Händler und Schausteller äußerten sich sehr zufrieden. «Man spürt deutlich, dass die Menschen in Bielefeld und der Region erlebnishungrig sind und sich nach Gemeinschaft und städtischem Leben sehnen», erklärte er. Unter den Besuchern seien viele Gäste aus den Niederlanden, die den Bielefelder Weihnachtsmarkt als nahe liegendes Ziel entdeckt hätten.

Auch Münster erwartet viele Touristen in der Adventszeit. «Wir gehen davon aus, dass das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht werden könnte», sagte eine Stadtsprecherin. Indizien seien die Buchungslage in den Hotels an den Adventswochenenden und die Passantenzahl. Wuppertal erwartet ähnlich viele Advents-Touristen wie vor der Pandemie. Auch in Duisburg ist das der Fall, besonders durch Gäste aus dem Umland, dem Bundesgebiet, den Benelux-Staaten und Großbritannien, erklärte die Vermarktungsgesellschaft Duisburg Kontor.

In Dortmund sorgt das Weihnachtsmarktangebot in der BVB-Spielpause für eine spürbare Belebung der Nachfrage. «Bisher lässt sich feststellen, dass sich die Weihnachtsstadt Dortmund wieder einer solchen Beliebtheit wie vor der Pandemie erfreut», hieß es bei der Vermarktungsgesellschaft Dortmundtourismus. «Die Hotelzimmer scheinen sehr gut gebucht zu werden, an manchen Tagen ist es schwierig, noch ein leeres zu finden. Und das, obwohl es weder Bundesliga- noch Champions League-Heimspiele des BVB gibt», sagte eine Sprecherin.

In Düsseldorf liegen die Reservierungen für Reisebusse laut Tourismus GmbH noch unter Vorkrisenniveau, aber weit über den Werten von 2021. Essen Marketing geht von ähnlich vielen Besuchern wie vor Corona aus. Bei der Touristenzahl sei das Vorkrisenniveau aber noch nicht wieder erreicht. «Wir gehen aber von einer spürbaren Erholung in 2023 aus», sagte Geschäftsführer Richard Röhrhoff. Der Bochumer Weihnachtsmarkt war laut Marketinggesellschaft bisher so gut besucht wie vor Corona.

Fast überall ist von einem vielversprechenden Auftakt am ersten Adventswochenende die Rede. «Es waren nur geringfügig weniger Menschen in der Innenstadt als zu Vor-Pandemie-Zeiten. Das lässt uns optimistisch zum zweiten Adventswochenende blicken», heißt es bei Märkte und Aktionskreis City in Aachen. «Es ist schwer zu sagen, ob es ähnlich wird wie vor der Pandemie», sagte die Bürgermeisterin von Monschau, Carmen Krämer. Aber vom Besucheraufkommen zur Halloween-Veranstaltung ausgehend und rückblickend auf das erste Adventswochenende sei die Stadt bislang sehr positiv gestimmt.

Die Gemütlichkeit der Weihnachtsmärkte soll trotz der Energiekrise erhalten bleiben. Die Atmosphäre wird als ein Schlüssel zum Erfolg gesehen, hieß es etwa in Duisburg. Auf energiesparende LEDs setzen viele Veranstalter. Auch kürzere Beleuchtungszeiten werden häufig genannt. Auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt wird den Angaben zufolge auf die Eisbahn verzichtet. Der Energieverbrauch dieser Attraktion sei enorm hoch, so dass man beim diesjährigen Weihnachtsmarkt bewusst darauf verzichte, erklärte der Sprecher von Duisburg Kontor.

Startseite