1. www.wn.de
  2. >
  3. NRW
  4. >
  5. Weniger Firmenpleiten - Aber mehr Privatpersonen insolvent

  6. >

Insolvenzen

Weniger Firmenpleiten - Aber mehr Privatpersonen insolvent

Düsseldorf (dpa/lnw)

In Nordrhein-Westfalen haben im Januar deutlich weniger Unternehmen, aber mehr Privatpersonen ein Insolvenzverfahren beantragt als ein Jahr zuvor. Das teilte das Landesstatistikamt IT.NRW am Mittwoch in Düsseldorf mit. Insgesamt wurden im Januar 2130 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren bei den Amtsgerichten in NRW gestellt. Das bedeute ein Plus von 7,0 Prozent im Vergleich zum Januar 2021.

Von dpa

«Laden zu vermieten» steht an einem Schaufenster. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

Unter den 2130 Fällen betrafen 310 beantragte Verfahren Unternehmen - das waren 14,8 Prozent weniger als im Januar 2021. Zum Zeitpunkt der Antragstellung seien davon 1320 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen gewesen - 45,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Trotz wirtschaftlicher Krise im Zusammenhang mit der Pandemie lag die Zahl der beantragten Firmen-Insolvenzverfahren unter dem Vor-Corona-Niveau: Im Jahresvergleich waren es 2019 im Durchschnitt 446 Fälle, 2020 dann 363 Verfahren und 2021 noch 329 Fälle.

Anders sah die Statistik bei den Verbrauchern aus - dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder auch Erwerbslose: Hier stieg die Zahl der Insolvenzverfahren um 11,5 Prozent auf 1420 Fälle. Neben Verbrauchern und Unternehmen beantragten zudem noch 400 «sonstige Antragsteller» die Eröffnung eines solchen Verfahrens.

Startseite
ANZEIGE