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Auszeichnungen

Wirt Drautzburg erhält Bundesverdienstkreuz

Berlin (dpa)

Der Bonner und Berliner Gastwirt und Gründer der Kneipe «Ständige Vertretung», Friedel Drautzburg, wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) überreicht ihm die Ehrung am Montag im Roten Rathaus. Drautzburg (83) habe sich um «das Zusammenwachsen dessen, was zusammengehört, verdient gemacht», teilte Giffey am Freitag mit. Die «Ständige Vertretung» sei ab 1997 in der neuen Hauptstadt Berlin ein wichtiges Zeichen des gesamtdeutschen Zusammenwachsens gewesen. «Es blieb ein wichtiger politischer Ort» für viele Rheinländer, Berliner und Menschen aus ganz Deutschland.

Von dpa

Drautzburg engagierte sich Ende der 60er-Jahre für die SPD und war ein Weggefährte von Günter Grass bei einer Wahlkampftour 1969 für Willy Brandt. Später war er erfolgreicher Gastronom in der Hauptstadt Bonn mit guten Kontakten zum Politbetrieb. Nach dem Mauerfall kämpfte Drautzburg zunächst gegen den Umzug der Bundesregierung nach Berlin.

Dann eröffnete er zusammen mit seinem Geschäftspartner Harald Grunert die beliebte «Ständige Vertretung» an der Spree nahe der Friedrichstraße, mit Wänden voller Bilder von Politikern aus dem alten Bonn und jährlichen Karnevalsfeiern. Berliner, Bonner, Touristen und auch Politiker kamen und kommen dort zu Kölsch und rheinischem Essen zusammen. 2017 verkauften die beiden Gründer die Kneipe.

Der Orden für Drautzburg heißt offiziell Verdienstkreuz am Bande. Er ist die zweite Stufe der achtstufigen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, die vom Bundespräsidenten verliehen und von Ministerpräsidenten, Ministern oder Bürgermeistern überreicht werden.

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