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Wölfe auf Wanderschaft: Nachweis auch durch Fotofallen

Hünxe (dpa/lnw)

Seit fast vier Jahren sind Wölfe in NRW sesshaft geworden. Inzwischen werden die Tiere auch mit Hilfe von Wildkameras nachgewiesen.

Von dpa

Das Foto aus einer Wildtierkamera zeigt zwei Wölfe in der Nähe eines Reiterhofs bei Hünxe. Foto: -/privat/dpa/Archivbild

Vor fast vier Jahren siedelte sich der erste Wolf in Nordrhein-Westfalen an. Die Wölfin hat in der Region Schermbeck inzwischen ein Rudel gegründet. In der Gegend nördlich des Ruhrgebiets gibt es seitdem immer wieder Nachweise von Wölfen. Am häufigsten wird die Anwesenheit der Raubtiere durch Risse von Nutztieren wie Schafen bezeugt. Zuletzt schreckten tödliche Attacken auf Pferde die Halter auf.

Aber auch Fotofallen, die Jäger und Privatleute aufstellen, dokumentieren häufig die Anwesenheit von Wölfen. Von Dezember bis Mitte Januar gab es allein im Raum Schermbeck mindestens fünf bestätigte Wolfs-Nachweise durch Wildkameras und Videos. Das geht aus einer Übersicht des Landesumweltamts hervor.

Auf einer in Hünxe entstandenen Aufnahme ist das im Wolfsgebiet Schermbeck lebende Wolfspaar mit drei Welpen zu sehen. Ein anderes Video zeigt zwei Tiere, die im Dunkeln auf dem Gelände eines Reiterhofs ebenfalls in Hünxe gefilmt wurden. Auch hier bestätigte das Landesumweltamt, dass es sich um Wölfe handelt. Die Raubtiere werden oft mit Hunden verwechselt.

Derzeit verlassen junge Wölfe ihre Rudel. Die Jungtiere gehen auf Wanderschaft und suchen sich ein freies Revier. Dabei legen sie manchmal Strecken von mehreren hundert Kilometern zurück. In Nordrhein-Westfalen gibt es inzwischen vier bestätigte Gebiete mit fest ansässigen Tieren: außer der Schermbecker Region auch in der Senne bei Bielefeld, in der Eifel an der Grenze zu Belgien und im Süden von NRW im Rhein-Sieg-Kreis.

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