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Wüst sagt Ukraine-Flüchtlingen und Kommunen Unterstützung zu

Unna (dpa/lnw)

Bei einem Besuch der zentralen Aufnahmestelle für Vertriebene und Flüchtlinge in Unna hat Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) den vor dem Krieg in der Ukraine geflüchteten Menschen jede mögliche Unterstützung zugesagt. «Wer vor Putins Krieg flieht, ist in Nordrhein-Westfalen herzlich willkommen», sagte er am Donnerstagmorgen in Unna-Massen.

Von dpa

Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (CDU). Foto: Bernd Thissen/dpa

Zuvor hatte Wüst gemeinsam mit Flüchtlings- und Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) sowie Unnas Landrat Mario Löhr (SPD) mit den ersten, etwa 30 in Unna angekommenen Menschen aus der Ukraine - die meisten Frauen und Kinder - gesprochen und sich sehr betroffen gezeigt.

«Wenn man mit den Eltern spricht und in die Augen der Kinder sieht, dann ist das sehr bewegend und etwas anderes, als wenn man die Bilder im Fernsehen sieht», sagte Wüst. Den einzelnen NRW-Kommunen und Städten, die Flüchtlinge aufnehmen, wolle die Landesregierung so gut es geht helfen. Alles Finanzielle sei erst einmal zweitrangig. Nun gehe es darum, den Menschen, insbesondere den vom Krieg traumatisierten Kindern, zu helfen. Diese sollten nicht «immer auf gepackten Koffern sitzen» müssen. Vor allem die Kinder müssten auch psychologisch betreut werden.

Auch Stamp betonte, dass allen in NRW ankommenden Flüchtlingen unbürokratisch und schnell Hilfe geleistet werde. Viele würden auch bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Um ihren Aufenthaltsstatus müssten sich die ankommenden Menschen jetzt «überhaupt keine Sorgen» machen, betonte der Minister. Zunächst gelte für sie in der Europäischen Union (EU) ohnehin ein Aufenthaltsrecht von 90 Tagen, das verlängert werden könne. Die EU forderte er auf, möglichst bald klare Regelungen zu schaffen, auch was die Verteilung der Flüchtlinge in den einzelnen Staaten angehe.

In der Aufnahmeeinrichtung in Unna leben nach Angaben des Landrates derzeit 570 Menschen aus mehreren Ländern. Man könne die Kapazität aber recht kurzfristig auf 800 Plätze ausbauen. «Da bin ich sehr zuversichtlich», sagte Löhr.

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