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Zahl beatmeter Covid-19-Patienten stark gesunken: Unter 100

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Die Corona-Situation in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern entspannt sich zunehmend. Landesweit waren am Freitag nach Daten der Landesregierung weniger als 100 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen - 72 von ihnen mit Beatmung.

Auf dem Höhepunkt der Pandemie waren die Zahlen um ein Vielfaches höher gewesen. Im vergangenen Mai sei der Höchststand bei den beatmeten Covid-19-Patienten mit 868 Betroffenen erreicht worden, teilte das NRW-Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. Jetzt stehen laut Corona-Statistik der Regierung noch 618 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit zur Verfügung.

Insgesamt befinden sich aktuell 220 Covid-19-Patienten landesweit im Krankenhaus. Hier war der Höchststand während der gesamten Pandemie Ende 2020 erreicht worden mit damals noch 6013 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung - davon 1165 auf Intensivstationen.

Die günstige Entwicklung in den Krankenhäusern war laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ein Kriterium für die an diesem Freitag mit der neuen Corona-Schutzverordnung in Kraft getretenen Lockerungen. In der ZDF-Sendung «Maybrit Illner» verteidigte Laumann die umstrittenen Freiheiten. «Wir sind nicht waghalsig», sagte er am Donnerstag auf Kritik an dem Öffnungskurs, die unter anderem vom SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach kam. Die Lockerungen seien «mit einem große Schutzschirm» verbunden und dem strengsten Test-Regime aller Bundesländer. Lauterbach hielt dagegen, es werde das «falsche Signal» gegeben, dass die Pandemie vorbei sei.

Seit Freitag gilt in NRW eine neue Corona-Schutzverordnung, die angesichts niedriger Infektionszahlen eine weitgehende Normalisierung vieler Lebensbereiche vorsieht. Discos, Kirmes und Volksfeste werden mit Auflagen wieder erlaubt. In vielen Bereichen fallen zudem Kontaktbeschränkungen, Masken- und Nachverfolgungspflichten - allerdings nicht überall.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in NRW von Donnerstag auf Freitag allerdings wieder leicht von 5,7 auf 5,9 pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gestiegen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht.

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