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Schulen

Zahl der Alternativschulen in NRW steigt

Düsseldorf(dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen gibt es immer mehr Alternativschulen. Das NRW-Schulministerium zählte für das Jahr 2017/18 schon 548 sogenannte Private Ersatzschulen - fast ein Viertel (23 Prozent) mehr als zehn Jahre zuvor. Die Initiative gehe häufig von Eltern aus, die mit dem Angebot öffentlicher Einrichtungen nicht zufrieden seien, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Freier Alternativschulen (BFAS), Tilmann Kern.

dpa

Lizzy (v), Schülerin auf der Freien aktiven Schule Wülfrath arbeitet in einem offenen Klassenzimmer. Foto: Christophe Gateau

Private Ersatzschulen entsprechen zwar dem Bildungsangebot öffentlicher Schulen, geben sich aber eine besondere Prägung - pädagogisch oder weltanschaulich. Wer solch eine Einrichtung gründen möchte, braucht eine Genehmigung der zuständigen Bezirksregierung. Voraussetzungen sind laut Ministerium, «dass die Schule in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurücksteht».

Bildungsforscher Heiner Barz von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf sieht den Wandel positiv: «An diesen Schulen werden immer wieder Dinge ausprobiert, die dann in den öffentlichen Schulen übernommen werden.» An Freien Alternativschulen lernen Schüler oftmals ohne Frontalunterricht und in eigenem Tempo. Auch öffentliche Einrichtungen hätten das im Alltag mittlerweile verstärkt.

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