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Schwarzarbeit

Zoll deckt Fall von Ausbeutung auf

Gronau

Niedrigstlöhne und fehlende Sicherheit: Bei einer Kontrolle auf einer Baustelle in Gronau sind Mitarbeiter des Zolls auf einen drastischen Fall von Ausbeutung eingeschleuster Arbeiter gestoßen.

Von dpa

Das Wappen des Zolls an einer Uniform. Foto: Ralf Hirschberger/dpa/Symbolbild/Archiv

Nach einem Hinweis der Berufsgenossenschaft waren die Schwarzarbeits-Kontrolleure auf der Baustelle auf sieben ukrainische Arbeiter ohne entsprechende Erlaubnis gestoßen, die später angaben, für einen Stundenlohn von 4,50 Euro auf dem Bau eingesetzt gewesen zu sein. Das ist weit weniger als der Mindestlohn im Baugewerbe von 12,85 Euro.

Sie seien ins Land geschleust worden, erhielten keine freie Unterkunft oder Verpflegung, ebenso wenig wie Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, sagten sie bei ihrer Befragung demnach aus. Auch über eine Krankenversicherung verfügten sie nicht. «Selbst für die erfahrenen Zollbeschäftigten waren derartig schlechte Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern ohne Aufenthaltserlaubnis eine traurige Besonderheit», hieß es in der Mitteilung des Zolls von Mittwoch. Ermittlungsverfahren gegen die Bauarbeiter, aber auch gegen den Arbeitgeber wurden eingeleitet.

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