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Premiere im Theater Münster

„Der Untergang des Hauses Usher“: Die Maske des kranken Bruders

Münster

Wonniges Gruseln ist nicht unbedingt das Standardprogramm des Opernrepertoires. Wenn aber Edgar Allan Poe die Vorlage liefert, kann es auf der Bühne auch mal schauerlicher werden, zeigt das Theater Münster und setzt seine Erkundungen von weniger bekannten Stücken fort.

Harald Suerland

William (Filippo Bettoschi, l.) zu Besuch bei seinem alten Freund Roderick Usher (Youn-Seong Shim). Die große Maske hinten und die Opfer vorn hat er gewiss nicht erwartet. Foto: Oliver Berg

Dunkel spiegelnde Wände, geheimnisvolle Lichtleisten, und mittendrin eine riesige goldene Maske, die allerlei Verwandlungsmöglichkeiten in sich birgt: Die Schauwerte der neuen Opernproduktion in Münsters Großem Haus sind, wieder einmal, imposant. Regisseur Sebastian Ritschel hat sich für den „Untergang des Hauses Usher“ ein faszinierendes Bühnenbild geschaffen. Auch die Kostüme stammen von ihm: Da kontrastieren die dunklen Anzüge der Jugendfreunde William und Roderick effektvoll mit dem ins Blutrot mündenden Glitzerkleid von Rodericks todkranker Schwester Madeline. Wer auf wohligen Schauer nach der berühmten Erzählung Edgar Allan Poes aus ist, fühlt sich hier gut aufgehoben.

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