Fehlende Messdaten

Coronakrise führt zu schlechteren Wetterprognosen

Ingelheim/Münster...

Die Coronakrise macht auch vor der Meteorologie nicht Halt. Die Experten gehen davon aus, dass die Wetterprognosen in nächster Zeit schlechter werden. Der Grund: fehlende Daten.

Jonas Wiening

Die Coronakrise erschwert auch die Arbeit von Meteorologen. Die gehen davon aus, dass die Wetterprognosen schlechter werden. Foto: Colourbox.de

Die Corona-Pandemie trifft die Tourismus-Branche besonders hart. So sprach Deutschland zum Beispiel nicht nur eine weltweise Reisewarnung aus, sondern auch die Grenzen wurden teilweise geschlossen. Ähnlich haben es die meisten Länder der Welt gemacht. Der Tourismus ist fast komplett zum Erliegen gekommen.

Brachliegender Flugverkehr hat Auswirkungen auf Wetterprognosen

Aus diesem Grund ist der weltweite Flugverkehr ebenfalls massiv eingebrochen. Einige Airlines haben inzwischen ihren Betrieb vorübergehend komplett eingestellt. Das habe auch Auswirkungen auf Wetterprognosen.

"Die Flugzeuge liefern uns die Wetterdaten. Aus denen werden dann die Prognosen berechnet", erklärt Jürgen Schmidt vom Wetterkontor. Sind - wie aktuell der Fall - nicht mehr viele Flugzeuge unterwegs, so würde es weniger Daten zur Berechnung geben. Die Wetterprognosen würden sehr wahrscheinlich ungenauer, da schon der aktuelle Zustand der Atmosphäre nicht genau beziehungsweise nur lückenhaft bestimmt werden kann.

Davon geht auch der europäische Wetterdienst ECMWF aus. Schon bis zum 23. März seien die erhaltenen Wetterdaten durch den Flugverkehr um 65 Prozent zurückgegangen, heißt es.

Es ist damit zu rechnen, dass der Flugverkehr auch in den nächsten Tagen und Wochen nicht wieder ansteigen wird - im Gegenteil. Aus diesem Grund sei auch davon auszugehen, dass die Wetterprognosen für einige Zeit nicht so genau sein werden, wie es sonst der Fall ist.

Welche Daten fehlen?

Drei Fragen an Paul Heger, Meteorologe bei wetter.com:

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