1. www.wn.de
  2. >
  3. Specials
  4. >
  5. Coronavirus
  6. >
  7. Händeschütteln adé

  8. >

Vorläufiger Abschied von einem Alltagsritual

Händeschütteln adé

Ob als Begrüßung, ob als Zeichen der Einigung: Der Handschlag ist aus dem Alltag verschwunden. In Coronazeiten birgt er zu hohe Risiken. Kehrt das Händeschütteln nie zurück? Und wo kommt es eigentlich her? Eine Bestandsaufnahme.

Claudia Kramer-Santel

US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geben sich beim G7-Gipfel 2019 in Biarritz die Hand. Foto: imagoimages

Dass es wirklich mit dem Händeschütteln vorbei ist, hat unlängst eine Szene zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer deutlich gemacht. Die Bundeskanzlerin reichte ihrem Bundesinnenminister die Hand zur Begrüßung. Doch er zog sie zurück, wirkte fast erschreckt. In normalen Zeiten wäre sein Verhalten ein dreister Affront gewesen. In der Corona-Krise ist es auf einmal korrekt, ja sogar sozial erwünscht, sich nicht mit der Hand zu begrüßen. „Bitte nicht berühren“, lautet nun das Motto. Merkel nahm ihm die Sache natürlich nicht übel, im Gegenteil. Die uneitle, pragmatische Physikerin lächelte entschuldigend und streckte beide Hände winkend in die Höhe.

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!