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Sonderveröffentlichung

WestLotto macht auf das Suchtpotenzial von Lootboxen aufmerksam

Aktionstag gegen Glücksspielsucht

Am Aktionstag gegen Glücksspielsucht – der in diesem Jahr am Mittwoch, 28. September, stattfindet – werden die Gefahren des Glücksspiels durch Hilfeeinrichtungen bundesweit thematisiert. In diesem Jahr liegt der Fokus auf dem Jugendschutz.

Für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Glücksspiel stehen die lizenzierten und legalen Glücksspielanbieter in Deutschland. Ein unreguliertes Angebot von Lootboxen läuft dem Jugend- und Verbraucherschutz allerdings klar entgegen. Foto: WestLotto

Der diesjährige Themenschwerpunkt ist ein Grund für WestLotto, erneut die Gefahren, die von sogenannten Lootboxen (engl. Beutekiste) ausgehen, deutlich anzusprechen. „Das ist eine gefährliche Entwicklung nicht nur für die gesamte Glücksspielbranche, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Da kommen ein ernstes Problem und eine große Herausforderung auf alle Akteure der Glücksspielbranche zu“, betont WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter.

Ständig präsent

Diese „virtuellen Kisten“ sind Elemente in Computerspielen, die eine zufällige Sammlung bestimmter Gegenstände enthalten. Das Phänomen ist nicht neu. Es ist beispielsweise vergleichbar mit den Sammelkarten im Zeitschriftenhandel. In beiden Fällen gibt der Verbraucher Geld aus, um eine Mischung aus Artikeln zu erhalten, die vorher nicht bekannt, sondern zufällig sind. Der Unterschied liegt jedoch in der Verfügbarkeit. Lootboxen sind ständig präsent. Diese Boxen können im Spiel freigeschaltet, gefunden oder gekauft werden. Sie enthalten virtuelle Gegenstände wie Kleidung, Waffen oder andere angebliche Vorteile. Dabei sind wertvolle oder sehr nützliche Gegenstände selten. Der Kauf wird meist durch eine Spielwährung getätigt, die in der Regel zuvor gegen Echtgeld getauscht wird. Lootboxen werden kritisiert, weil damit aus einem kostenlosen Spiel durch die kostenpflichtigen vermeintlichen Spielvorteile eine kostspielige Angelegenheit werden kann.

Suchtpotenzial

Zudem wird Lootboxen ein Suchtpotenzial vorgeworfen, da es sich nach Meinung der Kritiker um Glücksspiel handelt und falsche Erwartungen geweckt werden. Die Abgrenzung zwischen einem Videospiel als Unterhaltungsspiel und einem Glücksspiel ist nicht mehr eindeutig zu erkennen – Online-Spiele und Online-Glücksspiele verschmelzen miteinander.

Kostenfallen

Da besonders Kinder und Jugendliche Wahrscheinlichkeiten schlecht einschätzen können und so anfällig für Manipulationen sind, ist es wichtig, sie vor diesen versteckten Kostenfallen zu schützen. Denn dadurch kann ein Grundstein für problematisches Spielverhalten bei Minderjährigen gelegt werden, der eine Spielsucht im Erwachsenenalter begünstigt. Diese Gefahr kann zusätzlich durch ein persönliches Umfeld verstärkt werden, in dem Glücksspiele als normale Handlung bekannt sind oder das durch bestehende Glücksspielsucht bei Familienmitgliedern belastet ist. „Es sollte allen klar sein, dass wir jetzt gemeinsam handeln müssen. Ansonsten erben wir als verantwortungsvolle Anbieter in einigen Jahren Glücksspieler, die als Minderjährige eingestiegen sind – und problematisches Spielverhalten gleich mitbringen“, so Kötter weiter.

Kampagnen

Seit 2019 macht WestLotto bereits immer wieder darauf aufmerksam, dass versteckte Glücksspielangebote in Spiele-Apps für Kinder gefährlich sind. Lootboxen enthalten Glücksspielelemente und sollten daher gesetzlich neu reguliert werden. So können Kinder Gaming Angebote gefahrlos nutzen und sind vor den Risiken, die das Glücksspielen birgt, geschützt. Der bundesweite Aktionstag Glücksspielsucht macht zusätzlich verstärkt auf Kinder aus Glücksspielsuchtbelasteten Familien und das bestehende Hilfeangebot aufmerksam. Weitere Informationen unter­ www.gamblerkid.com.

In Deutschland lizenzierter Anbieter (www.gluecksspiel-whitelist.de). Teilnahme ab 18 Jahren.

Glücksspiel kann süchtig machen! Hilfe und Beratung unter BZgA: 0800 1372700 (kostenlos).

www.check-dein-spiel.de.

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