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Sonderveröffentlichung

Nach der Flut hat die Annahmestelle von Petra Groten wieder geöffnet

Langersehnter Lichtblick

„Alles neu, gefällt mir super“, freut sich Petra Groten, während sie ihr rundum erneuertes Geschäft in der Stolberger Innenstadt präsentiert: moderne Bodenfliesen, LED-Strahler, komplett neu aufgebautes Mobiliar. Viele ehemalige Geschäfte nebenan sehen anders aus: Kahle Räume, feuchte Wände.

Der Schaden war immens: Petra Groten zeigt, wie hoch das Wasser in ihrer Annahmestelle stand. Foto: Jürgen Peperhowe

Die 58-Jährige hat das geschafft, was zahlreiche Menschen in Teilen von Nordrhein-Westfalen noch vor sich haben: den Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlade nach der verheerenden Flut im Sommer des vergangenen Jahres.

Sorge ums Haus

Stolberg am 14. Juli 2021: Für die Region sind starke Regenfälle angekündigt. Welche Orte am stärksten betroffen sein werden, ist nicht genau vorherzusagen. Am Nachmittag beschließt Petra Groten, ihre WestLotto-Annahmestelle zu schließen. „Das Wasser stand in der Stadt zwar einige Zentimeter hoch, aber es sah nicht schlimm aus. Ich habe mir mehr Sorgen um mein eigenes Heim gemacht, also bin ich nach Hause gefahren“, erinnert sie sich.

Zerstörtes Geschäft

Am nächsten Morgen liest sie auf ihrem Handy zahlreiche Nachrichten von Kollegen aus umliegenden Geschäften: Sie soll zu Hause bleiben, die Innenstadt ist überflutet. Stolberg gehört zu den Orten, die von den Wassermassen besonders schlimm betroffen sind. Petra Groten sieht auf Videos, die ihr zugeschickt werden, dass auch ihr Geschäft betroffen ist: „Das Wasser stand 1,60 Meter hoch, haben wir hinterher ausgemessen. Alles war zerstört. Produkte, Möbel, Wände – alles. Mir kommen jetzt noch Tränen, wenn ich daran zurückdenke.“ Die Zerstörung ist noch jetzt – mehr als ein halbes Jahr später – in Stolbergs Innenstadt sichtbar.

Solidarität

In den Tagen nach dem Unwetter beginnt das Ausräumen. Dazu die große Unsicherheit: Wie soll es mit dem Geschäft weitergehen? „Das Einzige, was in der Phase geholfen hat, war die große Solidarität untereinander“, berichtet die Ladenbesitzerin: „Es waren ja alle Geschäfte um uns herum betroffen, aber wir hatten viele Helfer, wurden mit Essen versorgt, das hat bei trotz des Schocks ein wenig Mut gemacht.“ Später wird klar: Der Sanierungsbedarf ist enorm. Wasser ist in den Wänden und der Decke. „Aufgeben war nie eine Option für mich. Mein Geschäft ist mein Leben“, sagt sie.

Hilfsbereitschaft

Beim Wiederaufbau erlebt Petra Groten eine Welle der Hilfsbereitschaft: Vom Vermieter, von Lieferanten und Kooperationspartnern. Sie alle helfen auf dem langen Weg. Und Anfang des Jahres ist es geschafft: Ihre WestLotto-Annahmestelle feiert mit anderen Läden in Stolbergs Innenstadt die Wiedereröffnung. „Die Kunden haben sich riesig gefreut, dass sie jetzt wieder vor Ort Briefmarken kaufen oder ihren Lottoschein geben können. Dass wir hier mit unserem Geschäft so ein langersehnter Lichtblick für viele Stolberger sein dürfen, ist ein großartiges Gefühl.“

Langer Weg

Auch wenn die Wiedereröffnung ein großer Erfolg ist – der Weg zur Normalität ist noch lang: „Früher hatten wir viel Laufkundschaft durch die Stadtverwaltung und das Einkaufszentrum. Die sind aber noch geschlossen. Und wann es hier wieder so wird wie früher, ist nicht abzusehen.“ Und so geht es Petra Groten wie der Stadt Stolberg insgesamt: Mehr als ein halbes Jahr nach der Flut gibt es Lichtblicke, die Grund zur Hoffnung machen. Bis das Leben aber wieder so laufen wird wie vor der Flut, wird noch einige Zeit vergehen.

Auf ein Los

Bei dem WestLotto YouTube-Format „Auf ein Los" werden verschiedene Betreiberinnen und Betreiber von Annahmestellen in Nordrhein-Westfalen besucht. In Folge 2 dabei: Petra Groten mit ihrem neu renovierten Laden in Stolberg. Hier geht’s zum Video:

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