1. www.wn.de
  2. >
  3. Specials
  4. >
  5. Netzteile
  6. >
  7. Im Netz der Video-Angebote

  8. >

Streaming-Dienste im Überblick

Im Netz der Video-Angebote

Immer mehr Internetnutzer in Deutschland schauen sich online Videos an. Das ergab eine Umfrage von Bitkom Research. Portale wie Youtube stehen dabei ganz vorne, aber auch die Online-Mediatheken der TV-Sender erfreuen sich großer Beliebtheit. Ein Überblick über die Streaming-Dienste.

Lisanne Stief

Von Amazon bis Netflix: Es ist nicht einfach, im Dschungel der Stremingdienste den Überblick zu behalten. Foto: Imago/dpa

Immer mehr Internetnutzer in Deutschland schauen sich einer Umfrage zufolge online Videos an. 79 Prozent der Befragten streamen zumindest hin und wieder kurze Clips, Serien oder Filme - im Vorjahr lag der Anteil noch bei 76 Prozent. Zwei Drittel (65 Prozent) von ihnen nutzt mindestens mehrmals in der Woche Streaming-Angebote, wie eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research unter mehr als 800 Internetnutzern zeigt.

Am populärsten sind Videoportale wie Youtube und Vimeo sowie Online-Mediatheken der TV-Sender (je 65 Prozent).

Daneben werden Serien, Filme und auch Sport-Events über On-Demand-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video, Sky und Dazn abgerufen. Wir haben die Dienste unter die Lupe genommen und zeigen die Vor-und Nachteile auf.

► Netflix: Für Serienjunkies das Maß aller Dinge. Mit über 152 Millionen Kunden, auch wenn die Nutzerzahlen derzeit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Der Schwerpunkt liegt auf eigenproduzierten Filmen und Serien wie „Roma“ und „Stranger Things“. Die schwache Entwicklung ist auch höheren Preisen geschuldet. Es gibt drei verschiedene Preis-Modelle, die sich in Auflösung und Anzahl der Geräte unterscheiden. Die Spanne reicht von 7,99 bis 15,99 Euro. Ein Gratismonat lädt zum Testen an.

► Amazon Prime Video: Der größte Konkurrent von Netflix ist derzeit Amazons Streaming-Angebot „Prime Video”. In der Mitgliedschaft sind mehr als 20 000 Filme und Serien enthalten. 100.000 weitere stehen zum Leihen oder Kaufen zur Verfügung, darunter Film-Neuerscheinungen und aktuelle TV-Serien. Einige Serien sind selbstproduziert – für Deutschland etwa die preisgekrönte Serie „Beat“ oder „You Are Wanted“ mit Matthias Schweighöfer. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei 7,99 Euro im Monat, Studierende zahlen nur die Hälfte. Auch Amazon Prime bietet einen Gratismonat an.

► Joyn: Seit knapp einem Monat sind ProSiebenSat.1 und Discovery mit der neuen Videoplattform „Joyn“ am Start. Sie erinnert an das Streaming-Portal „TV Now“ von RTL. Mit der neuen Plattform sind die Angebote von 55 TV-Sendern mit einer App kostenlos zu nutzen. Allerdings muss man sich, anders als bei anderen Anbietern, mit Werbung rumschlagen. Vor dem Start des jeweiligen Streams gibt es einen kurzen Spot, je nach Dauer der Episode unterbrechen weitere Werbeblöcke die Folge.

► Sky Ticket: Es gibt drei Bereiche: Sky Entertainment, Sky Cinema und Sky Sport. Im Bereich Entertainment liegt der Fokus auf Serien wie „The Walking Dead“, „Game of Thrones“ und Eigenproduktionen wie „Babylon Berlin“. Unter Cinema kommen alle Filmfans auf ihre Kosten. Hier können die aktuellsten Filme kurz nach dem Kinostart gestreamt werden. Schwerpunkt aber ist das Sport-Angebot, mit Live-Spielen aus der Fußball-Bundesliga. Im Unterschied zu Netflix und Amazon Prime gibt es zwar keinen Gratismonat, aber der erste Monat kostet nur 4,99 Euro anstelle von 9,99 Euro. Bei Sky Supersport variieren die Preise. Der erste Monat kostet 9,99 Euro, danach beläuft sich der Preis auf 29,99 Euro pro Monat. Daneben gibt es Tages- und Wochen-Tickets.

► Dazn: Wird oft als „Netflix des Sports“ bezeichnet und ist eine Alternative zu Sky-Sport. Bis zu 8000 Sportereignisse sind im Angebot enthalten. Dazn übernimmt die Live-Rechte für 40 weitere Bundesligaspiele von Eurosport. Künftig kostet das Abonnement zwei Euro mehr – also 11,99 Euro.

► TV Now: Das Videoportal der RTL-Gruppe, wo Soaps und Shows sowohl kostenlos, als auch gegen eine Gebühr (4,99 Euro/Monat) angeboten werden. Als Mitglied empfängt man die Livestreams von 13 Sendern. Ausgewählte Sendungen können vor der TV-Ausstrahlung angeschaut werden. Auch hier können Neukunden TV Now 30 Tage kostenlos testen.

► Magenta TV: Das Angebot der Telekom ist jetzt auch ohne abgeschlossenen Telekomvertrag nutzbar. Wie nahezu alle Dienste ist es monatlich kündbar. Das Abonnement kostet 7,95 Euro monatlich und beinhaltet neben 75 linearen Fernsehsendern (davon 45 in HD) auch die „Megathek“ mit Serien und Filmen. Bei Magenta TV ist der erste Monat gratis.

► AppleTV+, Disney+, Warner Media: Die Luft für Netflix und Co. wird dünner. Wenn Disney+ ab November 2019 in den USA an den Start geht, werden viele Filme und Serien von mehreren Streaming-Plattformen der Konkurrenz entfernt. Gleiches gilt für Warner Media, das eine Serie wie „Riverdale“ bei Netflix abzieht und sie exklusiv beim neuen eigenen Dienst anbietet. Apple TV+ will Eigenproduktionen in die Apple-Produktwelt bringen.

Startseite