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Transportieren ohne Emissionen

Probefahrt mit erhöhter Nutzlast: Hier können Sie Lastenräder ausprobieren

Münsterland

Lastenräder gehören zu den großen Themen auf dem Fahrradmarkt. Und auch auf den Radwegen in der Region, vor Kitas und in Fußgängerzonen rollen sie immer häufiger, denn nicht nur Unternehmen sondern auch Privatleute entdecken ihr Potenzial. Eine Probefahrt gefällig? „Fahrtwind“ hat in der Region recherchiert, wo sich Lastenräder ausleihen lassen. Und nicht nur mit Leihangeboten locken die Städte und Gemeinden. Viele co-finanzieren die Anschaffung mit Zuschüssen..

Von Michaela Töns

Immer häufiger erstetzt das Lastenrad die Auto-Kurzstrecke. Wer sich ein Modell mit erhöhter Nutzlast zulegen möchte, ist gut beraten, vorher Probe zu fahren. Foto: dpa

IN TECKLENBURG UND LENGERICH
…gibt es mittlerweile jeweils drei Stationen, an denen E-Lastenräder für ein bis drei Tage kostenlos ausgeliehen werden können. „TeckELa“ heißt dieser Service der Stadt, der gut angenommen wird – sei es für Einkäufe oder für Familienausflüge. Immer wieder sieht man die Räder durch die Lande fahren. Die Reservierung erfolgt über www.teckela.de. Für die Buchung muss man sich nicht registrieren, sondern nur die Bestätigungsmail beantworten und das darin enthaltene Buchungsformular ausgedruckt am Tag der Abholung mitbringen. Als Pfand sind 50 Euro in bar zu hinterlegen. (Ruth Jacobus/Dielind Ellerich)

IN OCHTRUP
… lassen sich bei einem Shopping-Ausflug ins örtliche Outlet oder einer Tour in die Umgebung ÖPNV und nachhaltiger Lastentransport kombinieren: Am Bahnhof sowie am DOC befinden sich die Dreh- und Angelpunkte für 20 Leihräder und zwei E-Lastenfahrräder. Über die APP „donkey.bike“ lassen sie sich für drei Euro pro 15 Minuten ausleihen. Abgerechnet wird per Kreditkarte oder PayPal.

IN MÜNSTER
... verleihen mehrere Anbieter Lastenräder – manche kostenlos, manche gegen Bezahlung. Die Abholstationen sind über das Stadtgebiet verteilt, die meisten Angebote gibt es jedoch in der Innenstadt. Eine Auswahl...

Lasse, Lotte, Lemmy, Lea*Leo, Mimi und Rolly Rollfiets heißen die Lastenräder, die die Initiative „lastenrad-ms.de“ anbietet – und zwar kostenlos. Seit 2015 fördern die Ehrenamtlichen der Initiative die Nutzung klimafreundlicher Alternativen zum Auto. Die Flotte hält verschiedene Lastenräder bereit, darunter sogar ein Rollstuhl-Lastenrad. Die Buchung läuft über die Homepage, wo auch die Abholstationen – zumeist innerstädtisch – aufgeführt sind und Details zur Abholung erklärt werden. Online können verfügbare Termine direkt reserviert werden. Gegen Vorlage der Bestätigung kann das reservierte Lastenrad anschließend an der Verleihstation abgeholt werden. Die Leihe ist kostenlos, Spenden für das Projekt sind aber willkommen.

Ebenfalls kostenlos verleiht der AStA der Uni Münster ein Lastenrad an Studierende. Die Reservierung läuft über die Homepage www.asta.ms/lastenrad.

Der Car-Sharing-Anbieter Stadtteilauto hat nicht nur Autos, sondern auch vier Lastenräder im Programm. Zwei stehen am Hauptbahnhof, ein weiteres am Büro des Unternehmens an der Mondstraße und ein viertes an der Steinfurter Straße bei der Wohn + Stadtbau. Wo die Transport-Leezen genau zu finden sind, wird auf einer Karte auf der Website stadtteilauto.com angezeigt. Gebucht wird per App, Website oder Anruf. In den Tarifen Plus, Basic, Standard und Komfort kostet die Leihe 2,30 Euro pro Stunde und 23 Euro pro Tag. Alle Details gibt es auf stadtteilauto.com/lasta. Die Resonanz auf das Angebot sei zum Start 2019 zunächst verhalten gewesen, sagt Rebecca Bracht von Stadtteilauto. Grund dafür war, dass zum gleichen Zeitpunkt die Lastenrad-Förderung der Stadt Münster startete. Mittlerweile erfreue sich das Angebot aber großer Beliebtheit, so Bracht.

Das münsterische Mobilitätsunternehmen Tretty verleiht mehrere Lastenräder. Genau wie bei Stadtteilauto - die beiden Unternehmen kooperieren - funktioniert das Ausleihen stationsbasiert, also mit festen Ausleihpunkten. Die Nutzung für eine Einzelfahrt kostet laut Homepage zunächst eine Aufschließgebühr von 99 Cent und danach neun Cent pro Minute. Mit einem Monatsticket für 14,99 Euro können alle Fahrzeuge der Flotte unbegrenzt benutzt werden. Außerdem gibt es ein Tagesticket für 6,99 Euro, das 24 Stunden lang gilt.

Im März 2019 förderte die Stadt Münster erstmals den Kauf von Lastenrädern mit insgesamt 200 000 Euro. Der Höchstsatz pro Rad lag damals bei 1000 Euro. Wegen des Erfolgs der Kaufprämie für Lastenfahrräder und -anhänger gab es ab April 2020 eine Neuauflage. Umfang diesmal: 250 000 Euro. „Die Nachfrage war riesig“, sagte Phillip Oeinck aus dem städtischen Fahrradbüro damals. Die Mittel seien jedes Mal binnen weniger Wochen ausgeschöpft gewesen. Eine dritte Auflage des Programms fand indes unter Verweis auf die finanzielle Lage in Corona-Zeiten und die noch unzureichende Fahrradinfrastruktur in der Stadt keine Mehrheit mehr. (Pjer Biederstädt)

IN STEINFURT
… verleiht der Betreiber der örtlichen Radstation am Bahnhof Lastenräder: 15 Euro kostet das muskelbetriebene Modell pro Tag, 30 Euro das Lastenrad mit E-Antrieb. Vor Ort gibt es vor der Fahrt eine kurze Einweisung.
https://www.dnl-mobiel.de/bike/verleih

IN MÜNSTER-HILTRUP
... ist das Lastenfahrrad für Hiltrup, kurz: HiltruD genannt, schon seit nahezu drei Jahren im Süden Münsters unterwegs. Immer für einen Tag kann das Rad kostenlos ausgeliehen werden. Die Reservierung erfolgt bedienerfreundlich per App. Die Ausleihstation befindet sich im Herzen der Marktallee direkt vor dem SuperBioMarkt. Das Lastenfahrrad muss noch am selben Tag wieder zur Ausleihstation zu den Öffnungszeiten zurückgebracht werden. Eine kleine Spende für die Stadtteiloffensive, die das Angebot ermöglicht, ist stets willkommen. (Michael Grottendieck)
https://hiltrud.bike

IN LÜDINGHAUSEN
… hat Lüdinghausen Marketing ein E-Lastenrad im Verleih. Zur Probe für 2 Stunden ist es kostenlos, die Tagesmiete beträgt 25 Euro. Kontakt ist direkt im Lüdinghaus (Borg 4, 59348 Lüdinghausen, Telefon: 025912/78008). Montags bis samstags läuft der Verleih über LH-Marketing, sonntags (nach Voranmeldung) über die Verleihstation des ADFC an der Burg Lüdinghausen. Die Resonanz, so LH-Marketing-Geschäftsführer Stefan Wiemann, könnte noch besser sein. Es gibt immer freie Kapazitäten. (Peter Werth)

IN EVERSWINKEL
… hat die Gemeinde zu Beginn dieses Jahres ein Förderprogramm für Lastenfahrräder und Fahrradanhänger im Rahmen verschiedener Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung der Mobilität aufgelegt. Bis zu eine Woche lang können volljährige Interessenten ein Lastenfahrrad kostenlos ausleihen. Interessenten können sich über eine Online-Formular auf der Gemeinde-Homepage dafür anmelden oder wahlweise per Mail oder Anruf. Zudem wird der Kauf von Lastenrädern und Fahrradanhängern mit 30 Prozent bezuschusst, wobei die maximale Förderung bei Lastenrädern bei 1000 Euro liegt – wenn das Rad im örtlichen bzw. regionalen Handel bezogen wird. Insgesamt 10.000 Euro hat die Gemeinde dafür bereitgestellt. „Lastenfahrräder als praktische Alltagshelfer sind eine tolle Alternative zum Auto: Sie bieten viel Ladefläche, sind leicht zu fahren und verursachen vor allem keine Emissionen“, sagt Bürgermeister Sebastian Seidel. (Klaus Meyer)

Förderung für die Anschaffung

IN OSTBEVERN
… fördert die Gemeinde den Kauf eines Lastenrades oder -anhängers schon in der dritten Runde. 1600 von ursprünglich 10.000 Euro sind noch im Topf für 2022. 30 Prozent des Anschaffungspreises (höchstens 750 Euro für E-Bikes, 500 Euro für muskelbetriebene Lastenräder und 100 Euro für Lastenanhänger) übernimmt die Kommune für Privatleute und Unternehmen.
https://www.ostbevern.de/hauptmenue/startseite/aktuelles/rathaussingleview/article/foerderung-von-lastenfahrraedern/

IN TELGTE
… hat der Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität im April 2021 beschlossen, insgesamt 20.000 Euro Fördergelder für die Anschaffung von Lastenrädern und Anhängern zur Verfügung zu stellen. Der Finanzausschuss stockte den Fördertopf am 22. Februar 2022 um weitere 15.000 Euro auf. Die einmalige Zuwendung beträgt 30 Prozent des Anschaffungspreises inklusive Mehrwertsteuer mit einer Höchstgrenze für elektrisch betriebene Lastenräder von 750 Euro, für muskelbetriebene Lastenräder 500 Euro und für Fahrradlastenanhänger von 100 Euro. Die Fahrradlastenräder können dabei als baulich einspurige oder mehrspurige Fahrräder konstruiert sein. Die Nutzlast (zulässiges Gesamtgewicht – Eigengewicht des Rades) eines Lastenrades muss mindestens 150 Kilogramm aufweisen. Als Lastenräder zählen auch sogenannte Personen-Transporträder. Der Erwerb des Fördergegenstandes muss in einem Fahrradfachhandel erfolgen. Der Kauf eines gebrauchten oder im Onlinehandel erworbenen Lastenrades/-anhängers wird nicht gefördert. Anträge können auch per E-Mail eingereicht werden an: luis.kersting@telgte.de. (Stefan Flockert)

IN GREVEN
... wurden im vergangenen Jahr die Käufer von 25 Lastenrädern und zwölf Anhängern bezuschusst. Im Jahr davor, als die Fördermöglichkeit erstmals angeboten wurde, waren es jeweils nur sechs. Die Stadt deutet die Zahlen als Erfolg - und auch für das laufende Jahr sind schon 16 Förderanträge für Lastenräder und 12 für Anhänger gestellt worden. Olaf Pochert, der das Thema im Rathaus betreut: „Viele Käuferinnen und Käufer von Lastenrädern gaben in den Gesprächen bei der Vorführung ihres Lastenrades an, dass es ein Zweitauto ersetzen soll. Das Zweitauto wurde entweder verkauft oder gar nicht erst angeschafft. Damit wurde aus meiner Sicht das Ziel der Förderung erreicht.“ Die Förderquote liegt in Greven bei maximal 1000 Euro für ein E-Lastenrad, 500 Euro für ein muskelbetriebenes und 100 Euro für Anhänger.

IN AHLEN
… fördert die Stadt mit bis zu 1000 Euro für E-Lastenräder und maximal 500 Euro für muskelbetriebene Lastenräder fördert die Anschaffung, ebenfalls werden Anhänger bezuschusst. Dazu stehen jährlich 15.000 Euro zur Verfügung.

IN LADBERGEN
... stehen 9000 Euro im Haushalt bereit, um den Kauf von Lastenrädern voranzutreiben.

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