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Kunst-Rad-Route "Paste up history"

Überraschende Perspektiven

Hörstel

Eine 39 Kilometer lange Radtour verbindet 13 großformatige Fotocollagen, sogenannte Paste-ups, der Künstler Maria Vill und David Mannstein, die während ihres Projektstipendiums am Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Kooperation mit Bürgern der Region entstanden sind. Idyllische Panoramen und spannende Perspektiven begleiten die Tour, die Kunst auf so andere Art erlebbar macht und einen ganzen Tag füllen könnte.

Das Kunsthaus Kloster Gravenhorst ist Ausgangspunkt und zugleich eine der 13 Stationen der Kunst-Rad-Route. Foto: Maria Vill

Haben Sie schon einmal ein Kunstwerk erlebt, dass sich in 39 Kilometern Länge ausdrückt? Was Maria Vill und David Mannstein, zwei Künstler aus Berlin, rund um das Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel geschaffen haben, ist tatsächlich ziemlich besonders. An 13 Orten in näherer und weiterer Umgebung lassen sich ihre Kunstwerke bis Ende Oktober  entdecken, die im Verlauf eines Projektstipendiums und in Kooperation mit Bürgerinnen und Bürgern entstanden sind: die sogenannten Paste-ups. Das sind großformatige Fotoausschnitte aus alten, aber auch zeitgenössischen Fotos, die auf Gebäude-Fassaden aufgebracht sind und überraschende Ausblicke erlauben.

An der Herrenstraße in Bevergern beispielsweise lächelt milde Josefine Zumgrunde über zwei Stockwerke: Die alte Dame, die 1871 hochbetagt starb und im Haus gegenüber gelebt hatte, repräsentiert den Zeitgeist ihrer Epoche und das Verhältnis zur Porträtfotografie. An René Magritte und den Surrealismus erinnern die Porträtierten, die auf der vierstöckigen Fassade des Kulturspeichers in Dörenthe – direkt am Dortmund-Ems-Kanal – zu schweben scheinen: Es sind Feuerwehrleute – und ihre Abbildung ist als Wertschätzung gegenüber ihrem Ehrenamt und ihrer Funktion in der Dorfgemeinschaft gemeint. Und was ist da an der Harkenberg-Gesamtschule in Hörstel los? Schulhund Elmo scheint mit den Schulkindern fangen zu spielen und ist selbst Teil des Spiels mit Perspektiven und Größen, bei dem Maria Vill und David Mannstein die Betrachter suchen und finden lassen.

Ihre collagenartigen Kunstwerke im öffentlichen und teils privaten Raum laden zum Entdecken ein, stellen Gewohntes auf den Kopf und strukturieren die Route, die alle Kunstorte verbindet, in kleine Etappen. Ausgehend vom Kunsthaus in Hörstel-Gravenhorst, wo der gedruckte Plan zur Tour erhältlich ist, geht es über Püsselbüren und Ibbenbüren vorbei an der Sommerrodelbahn nach Dörenthe und ein Stück entlang des Dortmund-Ems-Kanals, ehe die Route nach Riesenbeck und Bevergern abzweigt. Zurück zum Kunstkloster geht es mit einer Schleife durch Hörstel und bis hin zu Knollmanns Mühle. 39 Kilometer, die es durchaus in sich haben, denn die Dörenther Klippen liegen am Ende des ersten Drittels – und damit etliche Höhenmeter. Für Anstrengungen entschädigen danach die luftige Atmosphäre am Kanal und die schönen Panoramen, die sich an vielen Stellen der Kunst-Rad-Route ergeben.

KunstRadroute »Paste Up History!«

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