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WN-Spendenaktion: Ghana

Hilfe zur Selbsthilfe für Frauen in Gushegu

Münster

Die Gemeinde „Liebfrauen-Überwasser“ pflegt seit zehn Jahren eine Partnerschaft zur Gemeinde „Christ The King“ im Norden Ghanas. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe für Frauen in dieser bitterarmen Region.

Von Lukas Speckmann

Niemand lebt freiwillig im „Old Ladies Camp“: Die alten Frauen wurden meist von ihren Familien verstoßen. Foto: pd

Die alten Frauen wohnen nicht freiwillig im „Old Ladies Camp“. Die meisten wurden von ihren Angehörigen verstoßen, weil man ihnen die Schuld an einem Unglücksfall in der Familie gab. Das Lager wird deshalb hinter vorgehaltener Hand auch „Hexencamp“ genannt.

Es liegt im Norden Ghanas und gehört zum Gebiet der katholischen Pfarrgemeinde „Christ The King“ (Christ­könig) in der Kleinstadt Gu­shegu. Die Gemeinde unterstützt die in großer Armut lebenden 80 Frauen nach Kräften – etwa durch den Bau eines eigenen Brunnens.

Lebendiger Austausch zweier Gemeinden

Die münsterische Pfarrei Liebfrauen-Überwasser pflegt seit zehn Jahren eine Partnerschaft mit „Christ The King“ in dem westafrikanischen Land: „Durch den lebendigen Austausch haben wir viel voneinander gelernt und viel miteinander erreicht“, betont Maria Buchwitz, die Sprecherin des münsterischen Ghana-Teams. So wurde beispielsweise mit Unterstützung aus Münster eine zweizügige katholische Grundschule in dem überwiegend muslimischen Gebiet gebaut. Christliche und muslimische Kinder lernen und spielen hier gemeinsam.

Zu „Christ The King“ gehören 25 weit verstreute Dörfer. Die Menschen leben von der Landwirtschaft – die nach der Trockenheit 2019 und 2020 kaum noch Erträge liefert, zumal durch Corona Absatzmärkte wegbrachen. In dieser Situation möchte das Ghana-Team Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Leser helfen mit Herz

Startkapital für die Landwirtschaft

Mit einem Startkapital von 35 Euro werden Frauen dabei unterstützt, zwei bis drei Hektar Land zu bewirtschaften. Durch Weitergabe des Saatgutes profitieren viele Menschen von diesem Startkapital. Nun wollen 90 weitere Frauen aus den Dorfgemeinden und 50 Jugendliche nach ihrem Schulabschluss diesen Schritt gehen – und hoffen auf Unterstützung aus Münster.

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