1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. 110:93 in Schwelm - WWU Baskets setzen Serie mit Neuzugang Avdic fort

  6. >

Basketball: 2. Bundesliga Pro B

110:93 in Schwelm - WWU Baskets setzen Serie mit Neuzugang Avdic fort

Münster

Achtes Spiel, achter Sieg: Die WWU Baskets Münster sind in der 2. Bundesliga Pro B weiter auf Erfolgskurs. Mit 110:93 (52:50) gewann das Team von Trainer Björn Harmsen bei den EN Baskets Schwelm, die gerade in Halbzeit eins dem Gast das Leben schwer machten. Doch angeführt vom bärenstarken Helge Wezorke und Center Adam Touray machte Münster nach dem Wechsel alles klar.

Von Henner Henning

Ein ganz starkes Spiel lieferte Helge Wezorke (r.) für die Baskets beim Sieg in Schwelm ab. 29 Punkte (darunter vier von vier Dreiern), und zehn Rebounds bedeuteten ein Double-Double. Foto: Peter Leßmann

Die WWU Baskets Münster sind einfach nicht zu stoppen. Auch die achte Aufgabe der Saison löste die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen beim 110:93 (52:50)-Erfolg, bei dem überraschend ein neues Gesicht in den Reihen des Pro-B-Ligisten mitwirkte. Rijad Avdic heißt der Neue am Berg Fidel, mit der Nachverpflichtung reagierten die Baskets auf den langfristigen Ausfall von Cosmo Grühn. Der 23-jährige Avdic war am Dienstag erstmals im Training der Baskets dabei, sammelte unter der Woche bei Harmsen offenbar genügend Argumente für einen Vertrag bis Saisonende.

Der neue Mann mit der Nummer 14 saß zunächst auf der Bank und erlebte, wie seine Teamkollegen nach dem 7:4-Start einen 0:7-Lauf kassierten. Nach 3:03 Minuten feierte Avdic dann sein Debüt und führte sich gleich einmal mit einem Dreier zum 10:13 ein. Dennoch setzte sich Schwelm, das aggressiv und intensiv auftrat, ab und war nach einem Sprungwurf von Routinier Nikita Khartchenkov kurz vor Viertelende auf 24:16 enteilt. „Schwelm hat das Spiel schnell gemacht, hat uns damit etwas überrascht“, sagte Harmsen, der schon im Vorfeld einen schweren Gang erwartet hatte. „Erstens ist es ein Derby. Zweitens will uns als Tabellenführer jeder gerne die erste Niederlage beifügen und drittens ist Schwelm eine gute Mannschaft. Es war klar, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde.“

Wezorke zur Pausenführung

Genau das wurde es auch für die Baskets, die aber ruhig und selbstbewusst ihr Spiel durchzogen und dann auch anfingen, die zunächst noch vergebenen freien Würfe zu treffen. Die Dreierquote stieg, Jasper Günther etwa brachte seine Farben aus der Distanz heran (40:41, 17.), der starke Helge Wezorke diese 30 Sekunden später dann von der Freiwurflinie sogar in Führung. Mit einer solchen ging es in die Pause, da Günther von der Linie zweimal erfolgreich war.

Nur noch einmal, direkt zum Start von Viertel drei, schaffte der Gastgeber den Ausgleich, fortan dominierte Münster das Geschehen. Stefan Weß per Dreier, Kapitän Thomas Reuter und Wezorke, der am Ende auf 29 Zähler sowie zehn Rebounds kam, stellten auf 59:52 (22.), wenig später war der Vorsprung nach Ryan Richmonds erfolgreichem Versuch erstmals zweistellig (68:58, 25.). „Wir haben im dritten Viertel die Stopps bekommen, die wir brauchten. Dass Schwelm, das nicht so tief besetzt ist, das Tempo und die Intensität hochgehalten hat, war ein Vorteil“, sagte Harmsen, dessen Schützlinge nach zwei weiteren Wezorke-Zählern mit 83:66 in die verbleibenden zehn Minuten gingen.

Touray per Dunking zum 89:77

Und bei diesen 17 Zählern Vorsprung blieb es, kribbelig wurde es für Münster – anders als zuletzt gegen die ART Giants Düsseldorf – nicht mehr. Das 87:77 von Schwelms Marco Buljevic beantwortete Adam Touray (23 Punkte) mit einem Dunking, Günther von draußen, Touray und Richmond stellten auf 96:81 (36.). So war es Richmond vorbehalten, den 100. Baskets-Punkt zu erzielen. Die Fortsetzung der Serie war perfekt, ungeschlagen geht Münster also in das Top-Spiel am Samstag gegen die Iserlohn Kangaroos.

Punkte: Wezorke (29/4 Dreier), Touray (23), Günther (15/3), Richmond, Reuter (je 11), Avdic (10/1), Onwuegbuzie (6/1), Weß (3/1, Pahnke (2)

Startseite
ANZEIGE