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Volleyball: Bundesliga Frauen

1:3 in Aachen: Der USC Münster kassiert seine dritte Niederlage in Serie

Münster

Ohne Punkte hat der USC Münster sein Gastspiel bei den Ladies in Black Aachen beendet. In vier Sätzen unterlagen die ersatzgeschwächten Unabhängigen, die kämpferisch einen überzeugenden Auftritt ablieferten. Dafür aber haderte Trainerin Lisa Thomsen mit Schwächen in zwei ganz wichtigen Elementen. Auf Aachener Seite dagegen schwang sich eine Ex-Münsteranerin zu einer entscheidenden Spielerin auf.

Von Henner Henning

Aachens Topscorerin Jana Franziska Poll fand immer wieder Lücken im USC-Block, den hier Katerina Valkova und Juliane Schröder (r.) bilden. Foto: Wolfgang Birkenstock

Knapp zwei Stunden wehrte sich der USC Münster, warf wie von Trainerin Lisa Thomsen gefordert „alles in die Waagschale“, was er mit zu den Ladies in Black Aachen gebracht hatte. Doch die Heimreise aus dem Dreiländereck trat der Volleyball-Bundesligist am Samstagabend mit leeren Händen an, mit 1:3 (21:25, 25:23, 21:25, 21:25) unterlagen die Unabhängigen, die nach den Niederlagen in Stuttgart (1:3) und zuletzt gegen Wiesbaden (2:3) zum dritten Mal in Serie verloren. „Wir haben gekämpft, wie ich es angekündigt hatte, damit bin ich zufrieden. Aber nur zu kämpfen ohne Qualität in gewissen Element, reicht dann nicht“, sagte Thomsen, die auf die Schwächen im Aufschlag und in der Block-Feld-Abwehr anspielte.

Die Vorzeichen standen nicht gerade gut für den USC. Unter der Woche zogen sich Hauptangreiferin Iris Scholten und Blockerin Sara Dukic jeweils einen Daumenbruch zu. Und da auch Mia Kirchhoff zeitgleich mit dem VC Olympia Münster in der 2. Bundesliga bei Bayer Leverkusen (0:3) im Einsatz war, hatte Thomsen nur eine kleine Reisegruppe dabei. Die aber schlug sich zeitweilen achtbar, war im einzigen NRW-Duell der Liga den in dieser Konstellation favorisierten Schwarz-Gelben ebenbürtig. Zumindest bis in die Endphase des ersten Durchgangs, in dem Katerina Valkova im Zuspiel immer wieder Lösungen fand und ihre Angreiferinnen zielführend einsetzte. Aachens Eva Hodanova legte erst zum 21:18 mal drei Punkte zwischen die Rivalen, Lydia Stemmler und Jana Franziska Poll entschieden dann Durchgang eins.

Hurst stellt auf 6:2

Mit unveränderter Aufstellung ging es für den USC in Satz zwei gut los. Kapitänin Marta Hurst stellte auf 5:1 und 6:2, Münster setzte sich erstmals vorsichtig ab – um direkt wieder eingefangen zu werden (7:6). Thomsen reagierte, brachte für Valkova in der Zentrale nun Meghan Barthel und lag damit richtig. Zwar mussten die Unabhängigen bis zum 13:15 den Aachenerinnen hinterherlaufen, aber Barthels Stellerfinte zum 14:15 gab das Signal zur Wende. Barbara Wezorkes ließ einen Block gegen Hanna Kalinouskaya folgen, Maria Schlegel gleich zweimal und die auf der Diagonalposition auffällig agierende Nikolina Maros stellten auf 19:16. Zaghafte „USC-Münster-Rufe“ waren in der Halle an der Neukölner Straße zu vernehmen, auch wenig später beim 24:21 und erst recht, als Juliane Schröder mit dem 25:23 den Satzausgleich perfekt machte.

Hodanova verwandelt Satzball

Die in schwarz-grün spielenden Gäste waren voll in der Partie, mischten beim Tabellendritten auf Augenhöhe mit. Als Stemmers Angriffsversuch im Aus landete, war Münster mit 8:7 vorne – um nach der technischen Auszeit aber mit einem 0:4-Lauf schon vorentscheidend ins Hintertreffen zu geraten. Näher als zwei Punkte (13:15, 16:18, 18:20) ließ der im Side-Out stabile Gastgeber den USC nicht mehr herankommen, spätestens die frühere Münsteranerin Lena Vedder zum 21:18 brachte ihre Farben auf den Weg zum zweiten Satzgewinn, den Hodanova letztlich eintütete. Auch weil Münster zu fehlerhaft in der Defensive agierte und sich kaum Breakpunkte erspielte.

Lena Vedder krönt starke Leistung

Jetzt waren die Unabhängigen gefordert, wollten sie etwas Zählbares mit in den Bus gen Heimat nehmen. Der Wille war da, bis zum letzten Punkt kämpfte Münster unverdrossen, stemmte sich gegen die Niederlage. Doch als Vedder, die später wie Münsters Maros zur wertvollsten Spielerin ihres Teams gewählt wurde, zwei lupenreine Asse zum 15:11 und 16:11 serviert hatte, war der USC geschlagen. Eine letzte kleine Chance ließen nacheinander Hurst und Schlegel liegen, den Ballwechsel beendete schließlich LiB-Zuspielerin Lindsay Dowd zum 20:16. Kurz danach bescherte Vedder ihrer Mannschaft fünf Matchbälle – und nachdem Schröder noch zwei abgewehrt hatte, beendete sie nach knapp zwei Stunden höchstpersönlich die Partie. „Wir sind immer hinterhergerannt, weil wir die Block-Feld-Abwehr ganz schlecht spielen. Da müssen wir besser werden“, forderte Thomsen.

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