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Fußball: Regionalliga West

3:1 auf Schalke – Preußen Münster baut seinen Vorsprung aus

Gelsenkirchen

Im zweiten Anlauf hat der SC Preußen Münster beim FC Schalke 04 II drei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen gewonnen. Nachdem Versuch 1 wegen eines Gewitters hatte abgebrochen werden müssen, siegte der SCP nun am Mittwochabend mit 3:1.

Von Thomas Rellmann und Alexander Heflik

Sie drehten die Partie: Shaibou Oubeyapwa (von links) bereitete das 2:1 unud 3:1 durch Gerrit Wegkamp vor, Marc Lorenz hatte auch seine Hände im Spiel. Foto: Jürgen Peperhowe

Lange, lange Zeit sah es nach allem aus, aber nicht nach einem Sieg des SC Preußen Münster. Doch der bereits feststehende Herbstmeister sicherte sich im Nachholspiel beim FC Schalke 04 II nicht nur den Sieg und drei Punkte durch das 3:1 (1:1) vor 1400 Zuschauern. Nein, Münster zeigte der Konkurrenz die Zähne. Jetzt, wo eine Zwischenbilanz gezogen werden darf, hat der Titelaspirant sieben Zähler Vorsprung. Ganze sieben Punkte. Dann erst folgt der Wuppertaler SV. Tore von Niko Koulis (25.) sowie ein Doppelpack von Gerrit Wegkamp (71. und 74.) drehten einen 0:1-Rückstand. Das war stark.

„Es war ein hartes Spiel gegen eine gute Schalker Mannschaft“, befand Trainer Sascha Hildmann nach der Partie. Er hatte eine solche Begegnung vorausgesagt, auch dass die Gastgeber ihr Heil in der Offensive suchen würden. „Das war der offene Schlagabtausch, den wir erwartet haben.“ Dennis Grote hatte auch ein offenes Spiel gesehen: „Zur Halbzeit hätte es 3:3 stehen können.“

Starke Schalker Startphase

Schalke gegen Münster erlebte eine Neuauflage des abgebrochenen Spiels vom 1. Oktober, als ein Gewitter über die Anlage des früheren Parkstadions zog. Damals führte die königsblaue Reserve mit 1:0, Referee Marc Jäger brach die Partie aber zum Schutz von Spielern, Trainern, Funktionären und Zuschauern ab. Am Mittwoch wurde nachgesessen.

Angst und bange konnte es einem um die Preußen in der Startphase werden. Denn die Schalker hatten einen Plan und sich dabei vor allem die rechte Verteidigungsseite der Gäste ausgesucht. Ein ums andere Mal geriet Niko Koulis gegen Sidi Sané unter Druck, vor ihm ließ Henok Teklab zu viele Angriffsversuche zu. Bereits nach acht Minuten führten die Gäste, wieder hatte Sané seine Füße im Spiel, spielte quer – und Rufat Dadashov traf mit einem satten Schuss aus knapp 20 Metern. SCP-Schlussmann Max Schulze Niehues kam nicht mehr hin. Ausgerechnet Dadashov, der Ex-Preuße, der im Abstiegsjahr den SCP in der Winterpause verlassen hatte. Nun traf er gegen Münster und besorgte Schalke eine frühe, verdiente Führung.

Wenig später war es wieder Dadashov, der die Preußen durchrüttelte. Sein Pfostentreffer prallte ab ins Aus, das 0:2 hätte den Gästen wohl mehr als nur einen Stoß verpasst. Zudem hatte Marouane Balouk noch eine richtig gute Chance.

Münster wackelte und zitterte sich durch die Anfangsphase. Und fing sich. Nach 20 Minuten hatte das Team von Trainer Sascha Hildmann das Spiel angenommen, gewann in ausreichendem Maße nun auch Zweikämpfe und kam auch gefährlich im S04-Strafraum an. Yassine Bouchama hatte mehrfach vielversprechende Szenen, nur wählte er meist die falschen Optionen.

Überraschender Ausgleichstreffer

Der Ausgleich durch Niko Koulis kam da fast aus dem Nichts. Der Verteidiger war bei einem Freistoß aufgerückt, in der Zweitverwertung war die Nummer 24 zur Stelle. Münster hätte sogar auf 2:1 stellen können, als Gerrit Wegkamp (36.) aber vergab.

Nach der Pause wieder lange nichts. Beide Teams ackerten sich über das Feld, es passierte wenig. Doch mit der Hereinnahme von Shaibou Oubeyapwa änderte sich die Statik, er kam für den glücklosen Torjäger Andrew Wooten. Oubeyapwa bereitete gleich zwei Treffer vor, schon zuletzt in Ahlen war ihm das als Joker gelungen. Mit Gerrit Wegkamp fand er jeweils einen dankbaren Abnehmer. Münster drehte die Partie ohne viel Tamtam, ganz ohne großes Aufhebens. Die Preußen sind zurück auf dem Weg in Liga drei.

Interview: Drei Fragen an Shaibou Oubeyapwa

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