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Volleyball: Bundesliga Frauen

3:1 gegen Neuwied: Der USC Münster gewinnt auch sein zweites Spiel

Münster

Das lässt sich ja gut an: Nach dem 3:0 in Straubing gewann der USC Münster auch sein zweites Spiel, bezwang am Samstagabend den VC Neuwied mit 3:1. Ein verdienter Sieg, bei dem einzig der dritte Satz nicht so richtig ins Bild passte – der die Unabhängigen aber nicht aus der Bahn warf.

Von Henner Henning

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Der USC mit (v.l.) Jule Schröder, Meghan Barthel, Maria Schlegel, Iris Scholten, Erika Kildau und Marta Hurst ist bestens in die Saison gestartet. Foto: Wilfried Hiegemann

Sechs Punkte aus zwei Spielen. Der USC Münster ist mit der vollen Ausbeute in die Saison gestartet, ließ dem 3:0-Auftakterfolg in Straubing am Samstagabend ein 3:1 (25:18, 25:16, 22:25, 25:13) gegen den VC Neuwied folgen. „Ich bin mega happy, dass wir zweimal hintereinander gewonnen haben“, sagte Trainerin Lisa Thomsen, die an den Sätzen eins, zwei und vier nur wenig auszusetzen hatte. Einzig der dritte Abschnitt war ein Schönheitsfleck auf der ansonsten reinen Weste der Unabhängigen.

Nach ausgeglichenem Beginn, bei dem der Neuling aus Rheinland-Pfalz ergebnistechnisch leichte Vorteile hatte, sorgte Münster schnell für klare Verhältnisse. Marta Hurst brachte nach zwei starken Abwehraktionen von Libera Erika Kildau beim 10:8 Barbara Wezorke an die Aufschlaglinie, an der sich die Mittelblockerin erstmal häuslich einrichtete. Basierend auf ihren Angaben legten die Unabhängigen einen 7:0-Lauf hin, den erst Neuwieds Maike Henning mit ihrem Punkt zum 9:17 stoppte. Der Gastgeber war zu überlegen, um im Abschnitt eins ernsthaft in Gefahr zu geraten. Die drei Zähler von Gäste-Angreiferin Sarah Kamarah am Satzende hatten nur statistischen Wert, nach ihrem Aufschlagfehler war der erste Durchgang dann aber endgültig Geschichte.

Marta Hurst mit zwei Assen

Die Geschehnisse nach dem Seitenwechsel ähnelten denen aus dem Eröffnungsabschnitt. Wieder war es eine Serie (von 2:5 auf 9:5), die Münster in die Spur brachte. Diesmal hatte Hurst mit zwei Assen (zum 7:5 und 8:5) beim Service gefallen gefunden. Nach der bis dahin einzigen kleinen Phase mit Unkonzentriertheiten war der USC beim 10:8 dann aber wieder da. Sieben erfolgreiche Ballwechsel später, unter anderem mit einer Stellerfinte der überzeugenden Meghan Barthel und mit zwei Punkten der starken Iris Scholten, war auch in Abschnitt zwei die Messe vorzeitig gelesen. Münster transportierte seinen Vorsprung gewissenhaft und war nach dem zu lang geratenen Angriff von Alexis Conaway, einer von sieben Amerikanerinnen beim VCN, mit 2:0 Sätzen vorne.

WWU Baskets unter den 827 Zuschauern

Alles im Griff, alles im Lot – dachten angesichts des einseitigen Spielverlaufs wohl die meisten der 827 Zuschauer, darunter die Basketballer der WWU Baskets Münster. Doch sie alle befanden sich im Irrtum. Wie gehabt legte Neuwied auch im dritten Abschnitt vor, wie gehabt konterte der USC und glich erst durch Mia Kirchhoff – die Einwechslung des Youngsters war der erste Tausch der Saison – zum 7:7 und dann durch Scholten zum 9:9 aus. Diesmal jedoch hatte Münster keine Serie in der Hinterhand, agierte auf einmal deutlich fehlerhafter und verlor taktisch ein wenig die Ordnung. Der Doppelwechsel mit der jungen Zuspielerin Carla Fuchs und Nikolina Maros entfachte nur bedingt Wirkung, da die Annahme mächtig wackelte. Und dennoch war Münster nach zwei Aufschlagwinner von Wezorke beim 18:18 wieder da, allein mit einer Führung wollte es im dritten Abschnitt nicht klappen. Nur logisch, dass dieser so auf das Konto der Deichstadtvolleys ging.

Zweimal Maria Schlegel, zweimal Iris Scholten

Unnötig, dieser Ausrutscher, den Münster sofort korrigierte. Zweimal Maria Schlegel, zweimal Scholten sowie ein Kamarah-Fehler – schon stand es 5:2, aus dem wenig später sauber verdoppelt ein 10:4 wurde. Es lief wieder besser, die Thomsen-Schützlinge waren nun wieder energischer, zupackender. Einzig nach zwei Blocks gegen Hurst (10:7) wurde es noch einmal etwas kribbeliger, nach der Auszeit aber schlugen die Unabhängigen endgültig den richtigen Weg ein. Über 12:9 ging es zum 20:11 – die Vorentscheidung gegen den Neuling, der sich bis zum letzten Ballwechsel teuer am Berg Fidel verkaufte. Barthel war der finale Punkt vorbehalten, nach 103 Minuten war der zweite Sieg des USC perfekt. Verdient, keine Frage. „Wir haben die ersten beiden Sätze zu 18 und 16 gewonnen, das zeigt, wie dominant wir waren. Im dritten hatten wir dann Probleme in der Block-Feld-Abwehr, haben nicht mehr die Dinge gemacht, die wir machen wollten. Aber wir sind stark zurückgekommen, waren wieder disziplinierter“, fasste Thomsen nahezu vollauf zufrieden die Partie zusammen.

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