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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

76:90 – die Gießen 46ers sind für die WWU Baskets eine Nummer zu groß

Münster

Als Außenseiter waren die WWU Baskets Münster zu den 46ers gereist, als Verlierer haben sie Gießen wieder verlassen. Die Überraschung war beim 76:90 nicht greifbar, der Pro-A-Neuling aber verkaufte sich teuer und nahm im vierten Viertel gar noch einmal Kontakt zum Bundesliga-Absteiger auf.

Adam Touray und die WWU Baskets verloren in Gießen mit 76:90. Foto: Imago/Zink

Die WWU Baskets Münster haben ihren Negativlauf in der 2. Bundesliga Pro A am Samstagabend nicht stoppen können. Bei den Jobstairs Gießen 46ers, einem der Top-Teams der Klasse, verlor der Neuling mit 76:90 (39:49), machte dabei aber in einigen Bereichen wieder „einen Schritt nach vorne“, wie Coach Björn Harmsen meinte.

Als klarer Außenseiter war Münster zu dem Bundesliga-Absteiger gereist, machte seine Sache vor den 1831 Zuschauern zunächst gut. Stefan Weß und Thomas Reuter trafen jeweils aus der Distanz zum 8:5, der von Cosmo Grühn in Szene gesetzte Adam Touray stellte auf 19:13 (9.). Doch in den verbleibenden 110 Sekunden verspielten die Baskets die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Jordan Jones und Touray scheiterten mit ihren Versuchen von der Freiwurflinie, stattdessen kam Gießen durch die Dreier von Roland L’Amour Nyama und Jordan Barnes zum 19:19. Immerhin glich Grühn mit der Viertelsirene zum 22:22 aus, um nach der kurzen Pause Münster letztmals in Führung zu bringen (24:22).

Seiferth mit Double-Double

Gießen hielt das Tempo hoch, setzte Münster schon im Aufbau unter Druck. „Das Pressing hat uns wehgetan“, sagte Harmsen. Die daraus resultierenden Ballverluste sowie „dumme Fouls“, die den 46ers zu Korberfolgen noch fällige Freiwürfe bescherten, ließen die Lücke größer werden. Als sich Jasper Günther das Spielgerät von Gießens Luis Figge stibitzen ließ und diesen bei seinem erfolgreichen Wurf noch regelwidrig behinderte, war der Rückstand erstmals zweistellig (30:40, 16.).

In diesem Bereich pendelte er sich ein, wuchs zwischenzeitlich gar auf 15 Zähler an. Trotz der starken Leistung von Center Andreas Seiferth, der im dritten Viertel zehn seiner 18 Zähler markierte und mit 15 Rebounds auf ein Double-Double kam. Immerhin: In die letzten zehn Minuten ging Münster mit einem Minus von nur zehn Punkten, das Weß direkt zu Beginn von Abschnitt vier mit einem Dreier reduzierte (31.). Und als er wenig später erneut traf und danach Touray den Ball zum 74:68 durch die Reuse beförderte (33.), kam noch einmal Hoffnung auf.

Petursson setzt Schlusspunkt

Zumindest kurz. Denn Gießen wischte letzte Zweifel mit dem 10:0-Lauf (darunter zwei Dreier von Nico Brauner) weg. Das 87:70 bedeutete die höchste Führung der Gastgeber, die letztlich ungefährdet ihrem vierten Sieg in Serie feierten. Die vier verwandelten Freiwürfe von Hilmar Petursson waren für die Baskets nur noch Ergebniskosmetik. Mehr war für den Liga-Neuling an diesem Abend nicht möglich. „Gießen hat verdient gewonnen, man hat den Unterschied zwischen einem letztjährigen Erst- und einem letztjährigen Drittligisten gesehen. Aber wir haben offensiv besser gespielt als zuletzt, die Ballbewegung war deutlich besser“, sagte Harmsen.

Nach zuvor zwei Partien mit weniger als 60 Punkten waren dies die positiven Erkenntnisse, die Münster als Mutmacher dienen könnten.

Punkte: Seiferth (18), Weß (13/3 Dreier), Harding (12/2), Reuter (10/2), Grühn (9/1), Günther (6/1), Petursson Touray (je 4)

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