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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

83:65 – die WWU Baskets halten sich auch gegen Wolmirstedt makellos

Münster

Die WWU Baskets Münster sind in dieser Saison einfach nicht zu packen. Am Samstagabend versuchten SBB Baskets Wolmirstedt ihr Glück, mussten am Ende aber mit leeren Händen die Heimfahrt antreten. 

Von Thomas Austermann und Henner Henning

Jubel, die 14. Auflage: Die WWU Baskets bezwangen auch den Tabellenzweiten aus Wolmirstedt und bleiben mit dem 83:65-Erfolg weiter ungeschlagen. Foto: Jürgen Peperhowe

Nachdem in der Vorwoche die WWU Baskets Münster den Angriff ihres ersten Verfolgers TKS 49ers abgewehrt hatten, machte der Pro-B-Ligist auch die Ambitionen des nächsten Tabellenzweiten zunichte. Mit 83:65 (40:40) bezwang die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen vor 700 Zuschauern die SBB Baskets Wolmirstedt, obwohl Münster einen etwas längeren Anlauf in die Partie benötigte. Es war der 14. Sieg im 14 Spiel, das Team bleibt weiter makellos.

Es war ein zäher Auftakt in diesem Spitzenspiel, beide Mannschaften hatten offensiv ihre Probleme. Besonders Münster fiel unter dem gegnerischen Korb nicht viel ein, der Ball bewegte sich nicht wie gewohnt durch die Reihen. 7:7 stand es nach sieben gespielten Minuten – das war auf beiden Seiten mau. Und es waren die Gäste aus Sachsen-Anhalt, die ihre Visiere zuerst scharf stellten. Zwar hatte Helge Wezorke für Münsters ersten Dreier – weitere sechs verfehlten in Viertel eins ihr Ziel – gesorgt (12:10), dann aber trafen Wolmirstedts Jordan Talbert und zweimal Dominick von Waaden aus der Distanz zum Viertelergebnis von 19:12 für den Gast.

Harmsen mit deutlichen Worten

Und der legte nach, nach Bill Borekambis Korberfolg war Münsters Rückstand erstmals im zweistelligen Bereich (16:26/13.). Harmsen nahm eine Auszeit, fand klare Worte. Allein sie fruchteten nicht, die Baskets fanden offensiv weiter nicht in den Flow, taten sich schwer. Punkte gab es nur durch den wiedergenesenen Adam Touray und Stefan Weß von der Freiwurflinie (19:31). Konsequenz, Intensität, Spielwitz – es fehlte eine Menge im Baskets-Spiel. Bis es endlich den Brustlöser gab und die schwache Anfangsphase für beendet erklärte. Jasper Günther, zurück nach seiner Corona-Infektion, sendete mit seinem Dreier das Signal, Ryan Richmond ließ fünf Zähler folgen. Die Baskets robbten sich heran (27:31t, 35:36), packten nun auch defensiv zu – zu sehr, wie das Schiedsrichtergespann mitunter fand, 14 Fouls – dabei einige zumindest diskutable Pfiffe – verhängte es in Halbzeit eins gegen den Gastgeber. Zum Vergleich: Nur sieben Fouls kassierte Wolmirstedt, das nach Günthers Drei-Punkt-Spiel 1,5 Sekunden vor der Pausensirene mit einem 40:40 in die Kabine gehen musste. Münster war spät aufgewacht, kam dann aber mit dem 21:9-Lauf gewaltig. „Wir waren zu Beginn nicht aggressiv genug, weil wir zunächst nicht wussten, wie fit zum Beispiel Jasper war. Das haben wir dann aber korrigiert, waren dann besser im Spiel“, sagte der Coach.

Avdic-Dunk nach Günther-Steal

Ja, die Harmsen-Truppe hatte ihre schwache Viertelstunde kompensiert, war voll im Spiel. Auch nach dem Wechsel. Bissig in der Verteidigung erschwerten die Baskets ihrem Kontrahenten das Offensivleben und kamen nach dem Weß-Dreier so richtig in Schwung. Günther mit vier Punkten, dann ein Dunking von Rijad Avdic nach Günther-Steal, und schon hatte sich Münster seine höchste Führung erspielt (56:47/28.). Die Chancen, sich aber weiter abzusetzen, ließen die Schwarz-Weißen liegen, so brachte Jordan Talbert den Gast aus der Distanz wieder heran (57:52).

Allerdings nur kurz: Die Baskets liefen jetzt richtig heiß, ihre Zeit war gekommen. Nach drei Körben durch Weß, Avdic und Richmond streute Talbert zwar noch einen Dreier ein, dann aber folgten dieser fünf von Harmsens Jungs. Zweimal Avdic, dazwischen Richmond und Wezorke, dann Thomas Reuter – schon stand es 78:59 (35.). Ein Wahnsinn.

Weß mit Dreier aus dem Lehrbuch

Das Ding war durch, der 14. Sieg am Stück war Münster auch von diesem Tabellenzweiten nicht mehr zu nehmen. der Lehrbuch-Dreier von Weß war das passende Ende einer Partie, in der die Baskets dank einer mächtigen Leistungssteigerung ihre Ausnahmestellung noch eindrucksvoll dokumentierten.

Punkte: Richmond, Weß (je 18/2 Dreier), Günther (15/2), Avdic (13/2), Wezorke (8/2), Touray (5), Reuter (3/1), Onwuegbuzie (2), Hänig (1)

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