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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

91:82 gegen Bernau – WWU Baskets in der Hinrunde unbezwingbar

Münster

Elftes Spiel, elfter Sieg. Die WWU Baskets Münster sind ungeschlagen durch die Hinrunde der 2. Bundesliga Pro B marschiert. Denn auch im letzten Heimspiel setzte sich der Spitzenreiter durch, bezwang Lok Bernau mit 91:82. Für den Sieg aber musste der Gastgeber am Berg Fidel richtig schuften.

Von Thomas Austermann und Henner Henning

Jasper Günther, der hier Abdulai Abaker entwischt ist, wahrte mit den WWU Baskets durch das 91:82 gegen Bernau die weiße Hinrunden-Weste. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Null steht bei den WWU Baskets Münster. Ungeschlagen beendete der Pro-B-Ligist am Samstagabend die Hinserie, musste für den Bestand seiner weißen Weste aber 40 Minuten lang richtig ackern. Doch im letzten Heimspiel des Jahres spielte die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen einmal mehr ihre Qualität aus und schickte Lok Bernau mit 91:82 (44:45) auf die Heimreise. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber ich bin total stolz auf die Jungs, dass sie es so durchgezogen haben“, sagte Harmsen.

Vor 1500 Zuschauern, dem zugelassenen Maximum, war schon in den ersten Sekunden zu erahnen, dass der Kooperationspartner des Deutschen Meisters Alba Berlin eine harte Nuss werden würde. Münsters erste Führung durch Stefan Weß (9:8) konterte Mauricio Marin umgehend aus der Distanz – es war sein erster Streich, der 27 Jahre alte Guard ließ später noch weitere folgen und nervte die Baskets damit gewaltig. Wie auch seine Teamkollegen, die den Eröffnungsabschnitt mit 21:19 beendeten.

Mauricio Marin im Dreier-Rausch

Kurzweilig und höchst unterhaltsam ging es weiter, nach drei verwandelten Freiwürfen von Ryan Richmond war Münster erstmals ein bisschen enteilt (33:25). Die Führung aber war nur von kurzer Dauer, Marin startete nun endgültig seine Show. Vier Dreier ließ er bis zur Pause folgen, der letzte mit Ablauf der Zeit zum 45:44. „Wir haben ihn werfen lassen. Und wenn er zwei trifft, dann läuft er heiß“, sagte Harmsen über seinen ehemaligen Schützling. Es war nicht der einzige Kritikpunkt des Trainers, der mangelnde Intensität, das Rebound-Verhalten und die Turnover-Zahl (sieben in Halbzeit eins) bemängelte. „In der Pause war es sehr laut“, so der 39-Jährige, der schon in einer Auszeit im zweiten Viertel alles andere als leise war.

Seine Ansprache entfachte Wirkung. Mit mehr Galligkeit kamen die Baskets aus der Kabine, ließen offensiv den Ball besser laufen, passten ihre Taktik erfolgreich an. Adam Touray, Kapitän Thomas Reuter per Dreier und Jasper Günther, der sich mit Youngster Gian Aydinoglu intensive Duelle lieferte, stellten auf 51:45 – ehe Marin wenig später wieder aus der Distanz auf 50:51 verkürzte. Es ging weiter hin und her, doch ganz langsam erarbeitete sich Münster Vorteile. Bernaus 55:54 war der letzte Rückstand der Baskets, die mit 63:60 ins Schlussviertel gingen.

Topscorer Ryan Richmond

Angeführt von Topscorer Ryan Richmond (23 Zähler) und Jasper Günther setzte sich der Gastgeber sukzessive ab, nach zwei Dreier von Reuter hatte Münster elf Punkte Vorsprung (78:67, 35.). Eine gute Minute später bediente Richmond höchst ansehnlich Touray unter dem Korb – 82:70. Es lief nun bei den Münsteranern, die sich aber nie sicher sein konnten. Auch weil Marin weiter traf, teils trotz größter Bedrängnis. 29 Zähler, davon acht Dreier, führte die Statistik für ihn. Da aber Richmond ebenso verlässlich die Bälle in der Reuse versenkte – er erzielte die letzten sechs Baskets-Punkte – durften die Münsteraner zum elften Siegestanz der laufenden Saison bitten. Ungeschlagener Hinrunden-Meister. Besser geht es nicht.

Punkte: Richmond (23/2 Dreier), Reuter (17/5), Günther (14/1), Touray (11), Weß (8/1), Avdic (8), Wezorke (5/1), Pahnke (3), Onwuegbuzie (2)

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