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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

94:72 in Wedel – die WWU Baskets demonstrieren Stärke

Münster

Die WWU Baskets Münster sind in dieser Saison bislang einfach noch nicht zu packen. Beim SC Rist Wedel setzte sich der Pro-B-Ligist durch – und zwar auf souveräne Art und Weise. .

Von Henner Henning

14 Zähler, darunter vier von vier Freiwürfen, und acht Rebounds – Münsters Center Adam Touray war einer von sechs Baskets-Spielern, die beim 94:72 in Wedel zweistellig punkteten. Foto: Jürgen Peperhowe

Auch für den SC Rist Wedel waren die WWU Baskets Münster eine Nummer zu groß. Mit 94:72 (45:36) gewann die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen im Kreis Pinneberg und wahrte damit auf beeindruckende Weise seine weiße Weste – vier Spiele, vier Siege, das ist mal eine Ansage an die Konkurrenz in der 2. Bundesliga Pro B.

Dabei hätte die Partie für die Baskets kaum schlechter beginnen können. Die fünfeinhalbstündige Anreise und die damit recht knappe Ankunft erst 60 Minuten vor der Partie steckte den Münsteranern offenbar zunächst in den Knochen. Wedels Jacob Hollatz und Leif Möller verwandelten direkt zwei Dreier, Münster dagegen blieb in den ersten 128 Sekunden ohne Korberfolg. „Wir haben nach der langen Busfahrt am Anfang etwas gebraucht, um in den Rhythmus zu finden. Aber wir haben gut dagegengehalten, sind dann schnell besser reingekommen“, sagte Harmsen.

Richmond und Onwuegbuzie punkten

Cosmo Grühn traf erstmals für den Gast, der wenig später durch Jasper Günther in Führung ging (11:10, 5.). Hollatz und einmal Aurimas Adomaitis von der Freiwurflinie drehten postwendend das Ergebnis – was aber noch keiner zu diesem Zeitpunkt ahnte: Es war das letzte Mal, dass der SC Rist vorne lag. Der erneut starke Ryan Richmond sowie Andrew Onwuegbuzie mit je fünf Punkten bescherten Münster das 21:13. Ein klarer Fingerzeig, wie der Abend in der Steinberghalle laufen sollte.

Die Baskets spielten variabel – allein sechs Spieler um Topscorer Richmond (20) punkteten zweistellig –, hielten die Fehler (nur 14 Turnover) im überschaubaren Rahmen und packten defensiv energisch zu. So kam Wedels Spielmacher-Duo Jordan Walker/Hollatz kaum zur Entfaltung, zusammen standen für die beiden ganze 15 Zähler in der Statistik. So baute Münster den Vorsprung langsam, aber sicher aus, nach dem Korberfolg von Stefan Weß waren die Baskets erstmals zweistellig enteilt (37:27, 17.).

Zwei Drei-Punkte-Spiele von Touray

Die Harmsen-Schützlinge hatten das Geschehen im Griff, erstickten wie etwa direkt nach der Pause, als Wedel durch Yngve Jentz auf 41:45 verkürzte, umgehend jedwede aufkommende Hoffnung der Rister im Keim – in diesem Fall durch einen 9:0-Lauf. Einen Sicherheitsabstand bewahrten sich die Westfalen stets, mit 68:58 ging es ins letzte Viertel, das die Baskets zu einer Demonstration der Stärke nutzten. Helge Wezorke per Dreier – es war Münsters erster in der zweiten Halbzeit – und Stefan Weß machten binnen 37 Sekunden zum 75:61 den Deckel drauf, zwei Drei-Punkte-Spiele von Touray demoralisierten die Nordlichter endgültig (85:66, 37.).

„Münster war stärker“

Entspannt spielte Münster die letzten Minuten herunter, das von Harmsen im Vorfeld erwartete „spannende Spiel“ gab es nicht – weil es die Baskets schlicht und einfach nicht zuließen. „Münster war stärker“ hieß es auf der Rister Homepage. Kurz und knapp, aber treffend formuliert.

Punkte: Richmond (22), Touray (14), Weß (13), Günther (11), Wezorke, Onwuegbuzie (je 11/1 Dreier), Grühn (8), Pahnke (4)

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