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Fußball: Regionalliga

95 Minuten sind nicht genug - Verbales Nachspiel in Ahlen

Ahlen

Nach dem Abpfiff war noch nicht Schluss. Auch nicht nach 95 (!) Minuten. Vielmehr fand das Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und dem VfB Homberg in der Fußball-Regionalliga ein wortgewaltiges Nachspiel. In Minute 92 den vermeintlichen Siegtreffer erzielt, drei Minuten später per Eigentor doch wieder den Ausgleich kassiert, machten die Gäste dem Frust Luft, fühlten sich von Fans attackiert. RWA hat reagiert.

Nicht nur auf dem Kunstrasen ging es hoch her. Nach dem Abpfiff ging es in Ahlen weiter. Foto: Marc Kreisel

Die Vorwürfe klangen drastisch. Gegenüber dem „Reviersport“ hat sich Sunar Acar, Trainer des VfB Homberg, über die Ereignisse im Anschluss an das 3:3 (2:2) seines Teams in der Fußball-Regionalliga bei Rot-Weiß Ahlen geäußert. In Minute 92 hatten die Gäste den vermeintlichen Siegestreffer markiert, 180 Sekunden später aber doch den Ausgleich kassiert. Und den auch noch per Eigentor. Was offenbar für Emotionen sorgte. Auf dem Weg zu den Kabinen sei sein Team von Ahlener Fans angegangen worden. „Die haben versucht, uns mit 80 Mann zu verprügeln“, sagte Acar unter anderem. Jetzt hat sich Rot-Weiß Ahlen mit einer Stellungnahme zu den Anschuldigungen geäußert.

„Aufgrund der von Homberger Seite öffentlich gemachten Darstellung sehen wir uns gezwungen, die uns vorliegenden Informationen im Detail zu schildern“, heißt es darin. Und weiter: „Auf Homberger Seite löste der Verlust von zwei Punkten bei Spielern und Offiziellen erheblichen Frust aus. Dies führte dazu, dass drei bis vier Spieler aus Homberg sich in Wortgefechte mit unseren Fans einließen. Vor dem Kabineneingang hielten sich zu diesem Zeitpunkt maximal zehn der Fanszene Ahlen zuzuordnenden Personen auf“, teilt RWA mit.

Anweisungen der Ordner nicht gefolgt

Mindestens drei Spieler von Homberg seien nicht den Anweisungen der Ordner gefolgt, sondern hätten weiter die Konfrontation mit den Fans gesucht. „In der Folge ist es zu gegenseitigen Beleidigungen und Rangeleien gekommen“, stellt RWA klar. Anschließend hätten sich Ahlens Jugendleiter sowie der Fanbetreuer eingeschaltet, um die Situation zu entschärfen. Die Polizei habe bestätigt, dass aufgrund der Vorfälle keine Person namentlich erfasst wurde.

Die Gäste hätten später ohne weitere Aggressionen zu ihrem Bus gehen und nach Hause fahren können. Dann stellt der Verein auch klar: „Um es deutlich zu sagen: RW Ahlen verurteilt das Verhalten einiger weniger Fans gegenüber unseren Gästen aufs Schärfste. Wir bedauern den Vorfall, bitten aber darum, bei aller Emotion sachlich zu bleiben.“

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