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Rad: Sparkassen-Münsterland-Giro

Ackermann, Walscheid, Geschke – prominenter Startblock am 3. Oktober

Münster

Das Starterfeld für den Münsterland-Giro wird immer hochkarätiger. Max Walscheid, Simon Geschke und Pascal Ackermann sind drei der prominentesten Namen, die am 3. Oktober auf die Straße gehen. Ein spannender Schlussspurt ist wieder wahrscheinlich.

Von Alexander Heflik

Was für ein Siegerpodest 2018: Der zweitplatzierte John Degenkolb (l.), Sieger Max Walscheid sowie Nils Politt, der Dritter wurde, bei der Ehrung vor dem Schlossplatz Foto: Jürgen Peperhowe

Das Profi-Fahrerfeld wird bei der 16. Auflage des Sparkassen-Münsterland-Giro am 3. Oktober immer attraktiver. Wenn die Pedaleure sich am Tag der deutschen Einheit ab 11 Uhr in Telgte einschreiben, dann sind mit Simon Geschke und Pascal Ackermann zwei der bekanntesten deutschen Berufsfahrer mit von der Partie. „Die weltbesten Sprinter werden am Start sein“, versprach Renn-Organisator Rainer Bergmann unlängst – und erwartet einen „Sprint royale“ im Finale in Münster.

Wobei Geschke nicht in diese Kategorie gehört. Aber der Berliner, mittlerweile 36 Jahre alt, griff bei der diesjährigen Tour de France fast schon sensationell nach dem Bergtrikot. „Ich denke, dass ich eine schöne Show abgeliefert habe. Es scheint, dass ich eine Menge Fans dazugewonnen habe“, sagte „Simoni“ nach der Rundfahrt. Gesamtsieger Jonas Vingegaard aus Dänemark hatte sich diese Wertung am Ende auch gesichert. Ganze acht Punkte fehlten Geschke, der nun auf den Rampen im Kreis Warendorf seine Saison ausklingen lässt.

Ackermann gut in Form

Er ist ein bekannter Name, aber kein Sieganwärter in einem Spurt. Bei Ackermann könnte das schon anders aussehen. Der 28 Jahre alte Eintagesspezialist von UAE Emirates unterstrich gerade erst bei der Spanien-Rundfahrt seine Form mit sechs Top-Ten-Platzierungen. Gelingt ihm sein 39. Profisieg etwa in Münster auf der Zielgerade?

Eigentlich wäre er langsam mal dran. Als der Giro 2016 in Gronau gestartet wurde, da langte es für Ackermann im Dress des Rad-net-Rose-Teams zu Rang drei. Drei Jahre später, bei der letzten Ausgabe vor Corona, siegte Alvaro Jose Hodeg von Quick-Step im Sprint – Ackermann wurde Zweiter, damals als Angestellter von Bora-hansgrohe. Jetzt, 2022 und damit wieder drei Jahre später, sollte er ein Wörtchen vorne mitreden können.

Pascal Ackermann. Foto: dpa

Hodeg wie auch Vorjahresgewinner Mark Cavendish stehen bei ihren Teams zumindest auf der Reserveliste für einen Start. Cavendishs Zukunft bei Quick-Step ist ungewiss, gleiches gilt auch für Hodeg von UAE Emirates. Ein Start beim Münsterland-Giro ist jedenfalls noch eine denkbare Alternative.

Überraschungssieger von 2018

Dagegen dürfte Max Walscheid, der Überraschungssieger von 2018, sicher mit von der Partie sein. Die Form ist bei dem langen Mann von Cofidis noch nicht im Keller, am Mittwoch erst wurde er beim Rennen Omloop van het Houtland in Belgien Siebter. Gelingt ihm in Münster sogar sein 13. Erfolg als Profi?

Simon Geschke Foto: dpa

Es geht dabei über 205 Kilometer nach dem Start in Telgte, am Ende führt die Hatz über drei Runden in Münster – Prinzipalmarkt inklusive. Zehn World-Tour-Teams haben beim letzten großen Rennen in Deutschland in diesem Jahr ihr Kommen zugesagt. Es geht um 200 Weltranglistenpunkte für den Sieger und sein Team. Das ist wichtig im Saisonfinale, viele Rennen folgen dann nicht mehr, kaum noch eines der so genannten „Hors Categorie“ (HC) wie der Giro. Radsport der Weltklasse ist damit garantiert.

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