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Badminton: Final Four

Aus im Halbfinale – Union Lüdinghausen scheitert wieder an Wipperfeld

Stuttgart

Union Lüdinghausen hat – wie im Vorjahr – das DM-Finale verpasst. Und wieder war es der 1. BC Wipperfeld, dem sich die Nullachter mit 2:4 geschlagen geben mussten. Ein Unionist war völlig von der Rolle.

Von Florian Levenig

Schlug – wie vor zwölf Monaten – Samuel Hsiao, konnte das erneute Ausscheiden aber nicht verhindern: Aram Mahmoud. Foto: flo

Das Damen-Doppel, der Meinung waren fast alle im Lüdinghauser Lager, musste kommen. Sonst würde es wohl nichts mit dem ersten Finaleinzug der Unionisten seit 2016 werden. Blöderweise wussten auch die Wipperfelder um die enorme Bedeutung der zweiten Begegnung in diesem Vorschlussrundenduell. Also „gaben sie es sich richtig“, wie Sport 1-Allzweckwaffe Hartwig Thöne, einer der beiden Hallensprecher beim Final Four, durchaus treffend erkannte – mit dem besseren Ende für Kristin Kuuba und Jenny Moore, die die Nullachterinnen Linda Efler und Yvonne Li mit 3:2 niederrangen. Knackpunkt war der dritte Durchgang, den die Wipperfelderinnen mit dem knappsten aller Ergebnisse – 15:14 – für sich entschieden.

Verloren das Schlüsselspiel denkbar knapp: Yvonne Li (l.) und Linda Efler. Foto: flo

„Der Satz tat richtig weh, gerade weil wir schon mit 9:5 geführt hatten“, bekannte Li. Den Teilabschnitt und später die Schlüsselpartie gewonnen: Für die Oberbergischen war es einer der Big Points auf dem Weg ins Finale, mit 4:2 setzte sich der Top-Titelanwärter durch.

Brach regelrecht ein: Max Weißkirchen. Foto: flo

Vor den 08-Damen hatten bereits Ties van der Lecq und Nick Fransman das erste Herren-Doppel – durchaus erwartbar – gegen Weltklassemann Mark Lamsfuß und Jones Jansen in vier Durchgängen verloren – wobei sich die Niederländer gerade zum Ende des Matches hin nach Kräften wehrten. Einseitiger als gedacht dann das Top-Einzel zwischen Unionist Max Weißkirchen und Felix Burestedt. Der Lüdinghauser begann stark, führte im ersten Abschnitt mit 8:5, verlor dann aber sechs Ballwechsel am Stück – und anschließend komplett den Faden. „Das Schlimmste ist, dass ich gar keine Erklärung für meinen Einbruch habe. Die EM-Vorbereitung war gut, noch vormittags beim Training hab’ ich mich richtig fit gefühlt – und dann das“, gab Weißkirchen hinterher ziemlich zerknirscht zu Protokoll.

Gute Miene zum bösen Spiel: das Union-Team und Manager Michael Schnaase (l.) nach der Niederlage. Foto: flo

Doch abschenken mochte der Underdog aus dem Münsterland das Match nicht. Aram Mahmoud schlug Samuel Hsiao recht souverän, Li gewann das Damen-Einzel kampflos. Kuuba war leicht angeschlagen, die Aufgabe der Estin: wohl auch eine Vorsichtsmaßnahme mit Blick auf Samstag. Chancenlos dann Weißkirchen, immer noch von der Rolle, und Josche Zurwonne, die – auch das an sich keine Überraschung – Marvin Seidel und Gregory Mairs mit 0:3 unterlagen. Und wieder erwies sich Thöne als Experte. Beim Stand von 4:11, 2:11 und 0:6 erklärte er der recht überschaubaren Besucherschar, jetzt helfe „nur noch ein Badminton-Wunder.“

Das Wunder blieb aus, auch dieser Satz endete 2:11 – und die Wipperfelder standen im Endspiel, in dem sie heute – wie 2021 – auf den 1. BC Bischmisheim treffen. Der Titelverteidiger bezwang auf dem zweiten Court Aufsteiger SV Fun-Ball Dortelweil in einem wahren Krimi mit 4:3.

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