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Reiten: Nach Peta-Anzeige

Barr-Affäre: Ermittlungsverfahren gegen Ludger Beerbaum eingestellt

Münster

Zu Beginn des Jahres gab es großen Wirbel um Ludger Beerbaum. Nach einem RTL-Bericht wurde gegen den Springreiter, der in seinem Stall die unerlaubte Methode des Barrens angewendet haben sollte, Anzeige erstattet. Nun hat die Staatsanwaltschaft Münster das Verfahren eingestellt.

Von Henner Henning

Ludger Beerbaum Foto: Foto: dpa

Das Ermittlungsverfahren gegen den Springreiter Ludger Beerbaum, das nach einer Anzeige der Tierschutzorganisation Peta eingeleitet wurde, ist von der Staatsanwaltschaft Münster „mangels hinreichenden Tatverdachts“ eingestellt worden. Das teilte die Behörde, die wegen des Vorwurfs einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz ermittelt hatte, am Dienstag mit.

Die Peta hatte den 59-Jährigen, der in Riesenbeck seinen Turnierstall betreibt, angezeigt, nachdem in einem Beitrag des TV-Magazins „RTL Extra“ Bilder zu sehen waren, wobei auf seinem Hof angeblich die verbotene Trainingsmethode des Barrens angewandt worden sei. Dies wies Beerbaum schon damals vehement zurück, bezeichnete die ausgestrahlte, verdeckt aufgenommene Reportage als „nachweislich falsch, verleumderisch und ehrverletzend“. Zur Entscheidung der Staatsanwaltschaft sagte der Olympiasieger und Weltmeister am Dienstag: „Die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft ist eine Bestätigung für mich. Damit ist jetzt auch bewiesen, dass die Vorwürfe im RTL-Beitrag gegen mich und meinen Stall nicht zutreffend sind.“ Bei den in seinem Stall angewandten Ausbildungsmethoden habe es sich um „regelkonformes Touchieren“ gehandelt.

Video in Kooperation mit der WDR Lokalzeit Münster

Strafrechtlich hat Unternehmer Beerbaum keine Konsequenzen mehr zu befürchten. Ein Verfahren der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit Sitz in Warendorf ist dagegen noch anhängig „Jetzt hoffe ich, dass die Disziplinarkommission der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ebenso zu einer zeitnahen Entscheidung kommt.“ Beerbaum hatte nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe eine Stellungnahme an den Verband geschickt, nachdem FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach einige Aufnahmen der Trainingsmethoden als „eindeutig nicht unserer Beschreibung des Touchierens entsprechen“ bezeichnet hatte.

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