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Serie zur Sportlerwahl

Beate Bühler wurde 1993 die erste Sportlerin des Jahres

Münster

In den Anfängen der Sportlerwahl war das Geschlecht zweitrangig, es wurde einfach ein Sieger gesucht. Ab 1993 kürte die Sportredaktion einen Sportler und eine Sportlerin des Jahres. Beate Bühler, die mit dem USC Münster Vizemeister wurde, holte sich den Premierentitel.

Von Wilfred Sprenger

Beate Bühler sicherte sich 1993 den Premierentitel bei der Wahl zu Münster Sportlerin des Jahres Foto: Jürgen Peperhowe

Mann? Frau? In den Anfängen der Sportlerwahl war das Geschlecht zweitrangig. Es wurde ein Sieger gesucht. Und der war zunächst immer männlich. Leichtathlet Harald Norpoth erhielt 1971 und 1973 das Leservotum. Ruderer Peter Funnekötter verhinderte nach Olympia-Bronze in München den Hattrick des außergewöhnlichen Langläufers. 1974 setzte sich Dressurreiter Reiner Klimke die Krone auf – auf Mehmed war er vorher Doppelweltmeister geworden. Und ehe die erste Frau die Männer-Phalanx durchbrach, sicherte sich Fußballer Rolf Blau noch den Titel „Münsters Sportler des Jahres“.

Schiek holte nach sechs Jahren das Krönchen

Erst im sechsten Jahr durfte sich eine Athletin das Sportkrönchen der Stadt aufsetzen. Dass es eine mit großer Ausdauer war – reiner Zufall. Regina Schiek liebte es zu laufen. Und dabei konnten ihr die Distanzen gar nicht lang genug sein. Die Leichtathletin aus den Reihen des ESV Münster war Marathon-Spezialistin und zählte in diesem Fach zu den Besten in Deutschland. Die Leser dieser Zeitung honorierten ihre Leistungen und setzten sie mit ihren Stimmen 1976 und 1980 auf Rang eins der Wahl.

1977 und 1983 tanzten sich zwei Paare an die Spitze. Claudia Eller und Partner Michael Reichel vom Club Prinzipal glänzten auf der Nachwuchsebene. Sechs Jahre später führte kein Weg an Martina und Oliver Wessel-Therhorn (Residenz Münster) vorbei. Das Ehepaar gewann mit RW Düsseldorf den Weltmeistertitel im Formationstanz. Solo – in diesem besonderen Fall zu zweit – sicherten sie sich Silber bei der Allround-WM. Volleyball-Nationalspielerin Ines Pianka reihte sich 1990 schließlich als letzte Frau in die Siegerliste der ungeteilten Wahl ein.

Bühler wurde 1993 zur ersten Sportlerin des Jahres

1993 entschloss sich die Sportredaktion, sowohl einen Sportler als auch eine Sportlerin des Jahres zu küren. Bei der ersten Damenwahl siegte Volleyballerin Beate Bühler vom deutschen Vizemeister USC Münster hauchdünn vor Reiterin Ingrid Klimke und Schwimmerin Ina Hüging. Gemeinsam mit Ruderer Andreas Lütkefels bildete Bühler Münsters erstes Königspaar. „Ich freue mich sehr, aber diese Ehrung ist nicht für mich, sondern für die ganze Mannschaft“, sagte die Zuspielerin während der Siegerzeremonie im Restaurant des Karstadt-Kaufhauses. Für die Platzierten Klimke und Hüging war der feierliche Abend ein Probelauf für spätere Würdigungen. Hüging verteidigte   ihren 1996 errungenen Titel zweimal in Folge. Klimke, die über sehr viele Jahre überaus erfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin vom RV St. Georg, dominierte die Sportlerwahl bis heute wie keine andere: Elfmal zwischen 1999 und 2018 nahm sie Platz auf dem Thron.

Erfolgreich mit dem USC und bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres 1993: Beate Bühler Foto: Jürgen Peperhowe

1995 wurde die Sportlerwahl um eine dritte Kategorie erweitert und die Leserschaft ermuntert, auch eine Mannschaft des Jahres zu wählen. Als erstes Team trug sich der USC Münster in die Siegerliste ein.

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