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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Bitterer Rückschlag für die WWU Baskets – Adam Touray fällt lange aus

Münster

Adam Touray bleibt der Pechvogel der WWU Baskets Münster. Der Center, der schon in der vergangenen Saison zweimal länger verletzt ausfiel, brach sich nun im Training den Mittelfußknochen. Damit fällt er auf unbestimmte Zeit aus. Da könnte es ihm und seinem Team entgegenkommen, dass der Start der Playoffs um eine Woche nach hinten geschoben wird.

Von Henner Henning

Adam Touray wird nach seinem Bruch des Mittelfußknochens erst einmal nicht mehr auf dem Parkett zu sehen sein. Foto: Jürgen Peperhowe

Als Cosmo Grühn am 6. Februar erstmals nach dreimonatiger Pause in der Partie gegen den SC Rist Wedel wieder zum Einsatz kam, waren die WWU Baskets Münster erstmals in der Saison komplett. Nach langwierigen Verletzungen und den Corona-Fällen zu Jahresbeginn eine komfortable, personell luxuriöse Situation für Coach Harmsen. Dieser Umstand aber war nur von kurzer Dauer, seit Dienstag sind die Sorgen beim 39-Jährigen wieder deutlich größer geworden. Adam Touray hat sich im Training den Mittelfußknochen gebrochen und fehlt auf jeden Fall in den letzten vier Hauptrunden-Partien – und, was den Ausfall noch bitterer werden lässt, wohl auch zum Start der Playoffs.

Nach der finalen Diagnose von Mannschaftsarzt Dr. Björn Marquardt steht immerhin fest, dass kein operativer Eingriff notwendig ist. Aber mindestens sechs bis acht Wochen wird Touray von außen zuschauen müssen, und auch danach sicher nicht von 0 auf 100 durchstarten können. „Der Ausfall von Adam tut richtig weh“, sagt Harmsen, der um den Wert des 27-Jährigen für die Mannschaft weiß. Es sind nicht nur seine durchschnittlich 10,4 Punkte und 6,1 Rebounds in den 20,24 Minuten pro Spiel, die fehlen. Es sind auch die Präsenz und Erfahrung des mit 2,07 Metern längsten Baskets-Spielers, die eine Lücke reißen. Neben Kai Hänig, derzeit einziger gelernter Center, werden sicher Helge Wezorke sowie Thomas Reuter und vielleicht auch Rijad Avdic vermehrt unter den Körben die Arbeit verrichten müssen.

Tourays lange Krankenakte

Touray bleibt nach seiner Rückkehr vom Bundesligisten MHP Riesen Ludwigsburg nach Münster der Pechvogel. Auf zwei Bänderverletzungen folgte in der vergangenen Saison ein Innenbandriss im Knie, nach seiner starken Hinrunde machte dem Center dann eine Corona-Infektion und später die Folgen zu schaffen. Der Fußbruch ist nun das nächsten Kapitel in seiner Krankenakte. „Es tut mir für Adam sehr leid“, sagt Manager Helge Stuckenholz.

Ob Touray noch einmal in dieser Saison auf das Parkett zurückkehrt, hängt auch vom Abschneiden seiner Teamkollegen in den ersten Runden der Playoffs ab. Da spielt es den Baskets in die Karten, dass der Start der K.o.-Phase um eine Woche nach hinten verschoben wurde. Die ausstehenden Partien in beiden Staffeln – im Norden ist etwa Iserlohn mit drei Spielen in Rückstand, Wolmirstedt und Köln mit je zwei, im Süden Gießen II und Bayern II mit je drei – machen eine Verlängerung der Hauptrunde nötig. So wurde Münsters Nachholspiel bei Lok Bernau vom 16. März auf den 26. März verlegt. Eine Woche später steht die erste Begegnung im Achtelfinale, das im Best-of-3-Modus ausgetragen wird, an. Sicher ist, dass die Baskets als feststehender Nordstaffel-Meister bis zu einem möglichen Finale (20. und 22. Mai) Heimrecht in Spiel eins und drei haben.

1800 Zuschauer zugelassen

Dabei dürfen sich die Schützlinge von Coach Harmsen wieder auf die Unterstützung einer stattlichen Kulisse freuen. Mit dem Inkrafttreten der neuen, ab Freitag geltenden NRW-Coronaschutzverordnung sind wieder 60 Prozent der jeweiligen Kapazität in Innenräumen erlaubt – heißt für die Halle Berg Fidel: 1800 Zuschauer sind nun wieder zugelassen, und das schon im letzten Hauptrunden-Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr) gegen die EN Baskets Schwelm. Eine Tageskasse, darauf weist der Verein eindrücklich hin, wird es nicht geben, Tickets sind nur online ab Donnerstag 19 Uhr zu erwerben.

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