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American Football: Oberliga

Blackhawks steigen nach Kantersieg über Crocodiles ohne jeden Makel auf

Münster

Das war der perfekte Nachmittag für die Blackhawks Münster. Allein das Ergebnis, 26:0, war schon aller Ehren wert. Durch den Erfolg gegen die Cologne Crocodiles II sicherte sich das Team auch noch die Meisterschaft in der Oberliga – und zu guter Letzt den Aufstieg in die Regionalliga.

Von Michael Schulte

Janik Goltermann (am Ball) und der bärenstarke Quarterback Nils Korella (im Hintergrund) Foto: Wilfried Hiegemann

Klingt irgendwie paradox, dass die Münster Blackhawks eine blütenweiße Weste haben. Aber in der Tat dürfen die in martialischem Schwarz gekleideten Footballer auf eine makellose Saison zurückblicken. Diese brachte ihnen in sechs Spielen sechs Siege, damit den Meistertitel in der NRW-Oberliga und jetzt auch sicher den Aufstieg in die Regionalliga. Letzteres war im Vorfeld nicht klar, wird aber nach einer Umstrukturierung der Ligen so kommen.

„Ich bin stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein“, zeigte sich Cheftrainer Alexander Naretz am Samstag sichtlich gerührt. Zuvor hatte seine Truppe im echten Saisonfinale den bis dato verlustpunktfreien einzigen ernsthaften Widersacher um die Meisterschaft, die Cologne Crocodiles II, glatt mit 26:0 besiegt. „Jetzt will ich gar nicht mehr viel sagen, genießt einfach den Tag“, schickte Naretz die Akteure nach dem letzten Abpfiff auf die Ehrenrunde.

Nils Korella macht „Spiel des Lebens“

Dass neben dem Mannschafts- auch ein Fanbus an der Sentruper Höhe parkt, ist nicht alltäglich im American Football. Aber am Samstag war ja auch kein Alltag, sondern Titelkampf. Und da konnten sich die zahlreichen Fans aus Köln in Sachen Unterstützung einfallen lassen, was sie wollten. Es half nicht. Denn die Blackhawks erwischten einmal mehr einen Sahnetag. „Und unser Nils Korella machte das Spiel seines Lebens.“ Naretz hatte es natürlich gefallen, dass der Blackhawks-Quarterback mit seiner Art, Regie zu führen, genau das richtige Mittel fand. Im ersten Viertel schickte er zunächst Clemens Schuldt zum ersten Touchdown auf die Reise und düpierte wenig später die Gäste, als sein 60-Yards-Wurf genau in den Händen von Florian Wirsen landete, der die nächsten sechs Punkte holte. Dass der jeweilige Zusatzzähler verpasst wurde, war sekundär.

Strunk holt die Zusatzpunkte

Denn die Blackhawks machten im zweiten Abschnitt da weiter, wo sie im ersten aufgehört hatten. Da war es das Kraftpaket Malcolm Locklear, das den nächsten Touchdown beisteuerte, ehe sich erneut Wirsen auf den Weg machte, um für die Entscheidung zu sorgen. Da in beiden Fällen auch der Zusatzpunkt durch Marius Strunk gekickt wurde, hieß es zur Pause 26:0. Der Vollständigkeit halber sei hinzugefügt, dass in den letzten beiden Vierteln keine Punktgewinne mehr gelangen, so dass früh bereits das Endergebnis feststand.

„Wir haben einen Blitzstart erwischt, der rasch für klare Verhältnisse sorgte. Aber wir dürfen uns nichts vormachen, es hätte auch anders ausgehen können“, relativierte Naretz den Kantersieg. „Beide Teams befinden sich leistungsmäßig auf Augenhöhe. Und an einem anderen Tag schlagen uns die Kölner.“ In jedem Fall freute sich der Coach über eine grandiose Saison, eine herausragende Leistung seiner Mannschaft gegen Köln, über ein hartes, aber faires Spiel und wünschte den sympathischen Gästen ebenfalls den Aufstieg in die Regionalliga.

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