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Handball: HLZ verliert torreich in Spenge

Blamable Vorstellung

Ahlen

Das, was das HLZ Ahlener SG beim Tabellenzweiten TuS Spenge zeigte, war blamabel. Vorne verdaddelte das Team von Frederik Neuhaus leichtfertig die Chancen, hinten konnte das HLZ die Gastgeber nicht stoppen. Ein wenig Grund zur Freude hatte der Ahlener Übungsleiter dennoch – wenn auch nur wohldosiert.

Von Harald Hübl

Arg verknotet: Ahlens Ferdi Hümmecke (l.) und Dominik Spannekrebs machen die Lücke zu. In Spenge gelang das zu selten. Foto: Wegener

„Wir haben 33 Tore in Spenge geworfen, das hat noch keine Mannschaft vor uns geschafft“, sagte HLZ-Trainer Freddy Neuhaus. Doch darüber freute er sich nur wohldosiert, denn im Gegenzug hatten seine Männer auch 43 Treffer kassiert. Bei der derben 33:43 (15:21)-Niederlage beim Tabellenzweiten TuS Spenge kamen die Ahlener zu keinem Zeitpunkt für einen Punktgewinn in Frage.

Während die Spieler des TuS Spenge sich nach dem Zehn-Tore-Sieg in den Armen lagen und einen Sirtaki tanzten, standen die Ahlener Akteure wie begossene Pudel in ihrer Hälfte. Zu Recht, denn was die Neuhaus-Sieben in der Spenger Großturnhalle abgeliefert hatte, war kurz und knapp zusammengefasst blamabel.

Die ersten acht Minuten war die HLZ-Sieben faktisch nicht auf dem Platz. Da gehörte das Spielfeld in seiner ganzen Ausdehnung den Gastgebern des TuS Spenge. Vorne verdaddelten die Wersestädter gleich mehrfach leichtfertig den Ball, im Gegenzug ließ sich Spenge nicht lange bitten. So geriet die Neuhaus-Sieben mit 1:6 (8.) in Rückstand.

Neuhaus versucht sein Team wachzurütteln

Neuhaus griff ein, nahm eine Auszeit, stellte seine Mannschaft um und versuchte, sie wachzurütteln. Doch ohne Erfolg. Die Gastgeber waren einfach nicht zu stoppen, sie bauten ihren Vorsprung auf 12:4 aus. Bis zum Pausenpfiff gelang es Ahlen, noch auf 15:21 zu verkürzen.

Der völlig verpatzte Auftritt der Wersestädter hatte gleich mehrere Gründe: Zum einen gingen mit David Spiekermann, Nico Horn und Matthias Schwalbe drei angeschlagene Akteure ins Spiel, die sich nur kurzfristig einbringen konnten. Zum anderen hielt sich die Mannschaft nicht an den Matchplan des Trainers, spielte über die gesamten 60 Minuten kopflos und überhastet.

TuS spielt abgeklärt, HLZ mit zu hoher Fehlerquote

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Der TuS spielte mannschaftlich geschlossen, ruhig und abgeklärt, während sich die HLZ-Sieben in Einzelaktionen aufrieb und die viel zu hohe Fehlerquote überhaupt nicht in den Griff bekam. So war der 20:32-Rückstand (43.) nur die logische Konsequenz. Spenge hatte die HLZ-Sieben eingesackt. David Wiencek verkürzte zwar mit seinem neunten Treffer noch auf 31:36 (53.). Doch mehr war an diesem Abend nicht drin. Spenge legte in der Schlussphase noch einmal zu.

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