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Fußball: Landesliga

Borussia Münsters Vertretungs-Chefcoach Dennis Hater im Interview

Münster

Es ist eine durchwachsenen Saison für Borussia Münster, jetzt hat sich auch noch Chefcoch Yannick Bauer auf Hochzeitsreise verabschiedet. Im Interview spricht Co-Trainer Dennis Hater über die neue Aufgabe als Chefcoach, die er bis Mitte Dezember zusammen mit René Aguilar übernimmt.    

von Camillo von Ketteler

Vertritt aktuell zusammen mit René Aguilar Borussias Cheftrainer Yannick Bauer: Dennis Hater. Foto: privat

Da Cheftrainer Yannick Bauer sich bis Mitte Dezember auf Hochzeitsreise nach Panama verabschiedet hat und erst am 17. Dezember zum Ligaspiel gegen den BSV Roxel wieder zurück in Münster sein wird, übernimmt sein Co-Trainer-Gespann, bestehend aus Dennis Hater und René Aguilar, so lange den Job an der Seitenlinie von Borussia Münster. Im Interview spricht Hater über das Interimsamt, die bisherige Saison und die neue 2-G-Regel im Sport.

Haben Sie sich schon an den neuen Job als Cheftrainer gewöhnt?

Hater: Ich teile mir das Amt ja im Moment mit René Aguilar, wir haben uns das ein bisschen aufgeteilt. Der eine macht ein bisschen mehr Trainingsgestaltung, der andere ein bisschen mehr Pressearbeit. Für mich ist der Job als Cheftrainer ja auch nicht komplett neu, ich habe das vor einigen Jahren auch schon bei der zweiten Mannschaft von Borussia gemacht. Insgesamt ist das aber natürlich eine Herkulesaufgabe.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Chefcoach Yannick Bauer sonst so ab?

Hater: René und Yannick arbeiten ja schon lange zusammen, ich bin im Sommer nach der Arbeit in der Jugend in Wettringen und bei der Steinfurter Kreisauswahl neu dazugekommen. Die Arbeit ist ein bisschen aufgeteilt. Natürlich versuche ich meine Expertise mit einzubringen, kümmere mich vor allem auch um Themen wie Belastungssteuerung und die Arbeit mit angeschlagenen oder verletzten Spielern.

Macht die kurze Übergangszeit Ihnen Lust darauf, bald auch wieder hauptverantwortlich ein Team zu leiten?

Hater: Ja, das ist eine Frage, die ich mir auch oft stelle. Das ist natürlich äußerst zeitintensiv und muss gut überlegt sein. Mit so einem Team macht es natürlich richtig Spaß, die Jungs sind hungrig, haben Bock auf Fußball und sind recht einfach zu führen. Hier habe ich selber gespielt, fühle mich in der Borussia-Familie wohl. Ich kann mir das generell schon wieder vorstellen, aber das Team muss natürlich passen.

Zum Sportlichen: Borussia spielt eine durchwachsene Saison, auf zwei Niederlagen folgte zuletzt wieder ein Sieg. Wie bewerten Sie die laufende Spielzeit?

Hater: Ja, das ist schon ganz gut zusammengefasst. Ich glaube, wie viele andere Mannschaften auch haben wir die lange spielfreie Zeit ein wenig unterschätzt. Nach eineinhalb Jahren Pause waren wir von Verletzungen gebeutelt und konnten unser Spiel erst nach einigen Partien umsetzen. Dass es eine schwierige Saison werden wird, das wussten wir vorher. Nun haben wir das System umgestellt und sind personell langsam wieder besser aufgestellt. Für die Rückrunde bin ich eigentlich recht zuversichtlich.

Jetzt geht es gegen den Vorletzten SV Herbern. Eine richtungsweisende Partie?

Hater: Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel, keine Frage. Außenstehende würden von einem Pflichtsieg sprechen, ich schließe mich da sogar an. Aber Vorsicht – Totgesagte leben länger. Das wird, glaube ich, nicht so einfach und eine harte Aufgabe. Herbern wird kratzen und beißen. Die drei Punkte brauchen wir trotzdem unbedingt.

Zum Schluss müssen wir kurz die neue Corona-Schutzverordnung thematisieren. Wie finden Sie die 2G-Regel?

Hater: Ich bin ein absoluter Freund von 2G, gerade jetzt zur Winterzeit. Ich glaube, wir sollten alles dafür tun, dass die Saison nicht wieder abgesagt oder unterbrochen werden muss. Eine solche Regel ist da nur verantwortungsvoll.

Fallen bei Borussia somit ungeimpfte Spieler weg?

Hater: Dazu kann ich noch nichts sagen, wir prüfen das gerade. Als Verein haben wir auf jeden Fall immer für eine Impfung appelliert.

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