1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. BSV Ostbevern gewinnt seltsames Spiel gegen SF Aligse

  6. >

Volleyball: 3. Liga West Frauen

BSV Ostbevern gewinnt seltsames Spiel gegen SF Aligse

Ostbevern

Viele Fehler, ständige Schwankungen, ein glückliches Ende: Spitzenreiter BSV Ostbevern mühte sich in einem seltsamen Spiel gegen den Tabellenvorletzten SF Aligse zu einem 3:1-Erfolg. Es war, wie Trainer Dominik Münch sich ausdrückte, „der Klassiker eines Arbeitssieges“.

Von Ralf Aumüller

Leonie Ottens (Nummer 15), hier im Block mit Sabrina Roer, verletzte sich im zweiten Satz am Knöchel. Damit war das Spiel für die 16-Jährige beendet. Foto: Aumüller

Die letzten Ballwechsel haben das ganze Spiel noch einmal im Zeitraffer wunderbar zusammengefasst. Die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern führen mit 24:19, lassen SF Aligse aber wieder auf 24:23 herankommen. Trainer Dominik Münch nimmt in dieser kurzen Phase zwei Auszeiten, ehe der fünfte Matchball doch noch die Entscheidung bringt – dank eines Aufschlagfehlers der Gäste zum 25:23. Der Ball landet im Netz.

Das war das kuriose Finale eines seltsamen Spiels. Es war nicht gut, aber spannend. Es ging immer hin und her, mit vielen Fehlern, mit ständigen Schwankungen. „Das war der Klassiker eines Arbeitssieges“, sagte ein erleichterter Münch nach dem wichtigen 3:1 (20:25, 25:20, 25:21, 25:23) gegen den Tabellenvorletzten. Die BSV-Frauen haben damit alle drei Punkte geholt und bleiben nach ihrem sechsten Sieg im siebten Spiel an der Tabellenspitze der Vorrundengruppe 2 der 3. Liga West.

Auch kurios: Gäste-Spielerin Lena Onnen legte sich mit den Schiedsrichtern an und musste nach einer Hinausstellung den Rest des vierten Satzes auf einen der beiden Strafstühle verbringen. Beim BSV kann sich niemand erinnern, wann dort neben dem Spielfeldrand mal jemand sitzen musste. „Das zeigt, wie gallig die waren“, sagte Münch über die Norddeutschen.

Vor 150 Zuschauern in der Beverhalle starteten die Gastgeberinnen mit einem Satzrückstand. Der BSV-Coach nahm beim 3:7 seine erste Auszeit, beim 4:11 die zweite – half aber nichts, dieser Durchgang ging an Aligse. Dass mal andere Spielerinnen zum Zuge kamen und Leistungsträgerinnen wie Vera Horstmann, Sophia Kerkhoff und Esther Spöler zunächst draußen blieben, sei nicht der Grund gewesen, betonte Münch. Sondern vor allem die Stärke der Sportfreunde: „Aligse hat einen guten Job gemacht, ist mutig rangegangen.“ Außerdem zeigten später auch die etablierten Kräfte auf Ostbeverner Seite keine Stabilität.

Trotzdem reichte es danach zu drei Satzgewinnen. Entspannt war der Abend aber nicht. Ostbevern ließ Aligse nach klaren Führungen immer wieder rankommen. „Wir hatten das Spiel nie im Griff, hatten unheimlich viele Ungenauigkeiten und haben viel zu fehlerhaft gespielt“, bilanzierte Münch. Seine Befürchtungen, die Mannschaft könnte Aligse unterschätzt haben, verflogen im Laufe des Spiels, beteuerte der Trainer nachher. „Wir hatten einfach keinen guten Tag.“

Übel umgeknickt

Als wertvollste BSV-Spielerin wurde Kapitänin Vera Horstmann geehrt. Mit traurigem Gesicht verließ Leonie Ottens die Halle – humpelnd, mit einem dicken Knöchel, von Teamkolleginnen gestützt. Sie war im zweiten Satz beim Stand von 22:15 übel umgeknickt. Bis dahin hatte die 16-Jährige durchgespielt.

Das nächste Drittliga-Match bestreiten die BSV-Volleyballerinnen am 11. Dezember (Samstag, 19 Uhr) in der Beverhalle gegen Union Emlichheim II.

BSV-Frauen: A. Dreckmann, Schulte-Döinghaus, L. Dreckmann, Hattemer, Roer, Ottens, Seidel, Mersch-Schneider, Kerkhoff, Horstmann, Spöler, Knight.

Startseite
ANZEIGE