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Volleyball: 3. Liga West Frauen

BSV Ostbevern gewinnt Spektakel gegen FCJ Köln II

Ostbevern

Nach einem 1:2-Satzrückstand rang der BSV Ostbevern den FCJ Köln II noch mit 3:2 nieder. Je länger die Partie dauerte, desto spektakulärer wurden die Ballwechsel. „Das war das geilste Spiel der Meisterrunde“, sagte BSV-Trainer Dominik Münch.

Von Ralf Aumüller

Am Ende löste sich die ganze Anspannung bei (v.l.) Vera Horstmann, Hannah Hattemer und Sophia Kerkhoff. Foto: Aumüller

Es sah nach einem kurzen Vergnügen aus, so deutlich dominierten die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern den ersten Satz. Die meisten unter den knapp 100 Zuschauern in der Beverhalle dürften sich zu diesem Zeitpunkt auf einen schnellen 3:0-Sieg eingestellt haben. Dann kam es ganz anders. Das letzte BSV-Heimspiel der Drittliga-Aufstiegsrunde wurde noch zu einem Krimi mit vielen mitreißenden Ballwechseln. Es wurde ein Freitagabend voller Emotionen. Und ein erfolgreicher für die Gastgeberinnen: Die BSV-Frauen gewannen gegen den FCJ Köln II nach 1:2-Satzrückstand noch mit 3:2 (25:12, 14:25, 21:25, 25:21, 15:10). „Das war das geilste Spiel der Meisterrunde“, strahlte Trainer Dominik Münch. „An den vielen Schwankungen in unserem Spiel hat man gesehen, dass wir nicht im Trainingsrhythmus sind. Aber es war ein extrem attraktives Spiel. Die beiden Mannschaften haben sich im Laufe des Abend gegenseitig hochgeschaukelt.“

Die beiden ersten Sätze hätten gegensätzlicher kaum sein können. Zuerst setzten die Ostbevernerinnen einen in der Annahme wackeligen Gast mit guten Aufschlägen untrer Druck. Über 10:5 und 22:10 holten sie den ersten Durchgang. Im zweiten lief es andersherum. Köln war jetzt im Spiel und Ostbevern in der Bredouille. Nach dem 7:7 zogen die Rheinländerinnen über 15:8 auf 21:11 uneinholbar davon. Unglaublich, welche Bälle sie holten und abwehrten. In einer Rally schmetterte Esther Spöler dreimal wuchtig ins Feld, dreimal kratzten die Kölnerinnen den Ball vom Boden – und machten den Punkt. Beim 21:22 leistete sich der BSV einen Aufschlagfehler und verlor.

Donnernder Applaus

Dann bewies die Münch-Truppe ihren Kampfgeist. In einem fantastischen vierten Abschnitt nutzten sie den zweiten Satzball zum 25:21. Für die vielen spektakulären Ballwechsel gab es donnernden Applaus, teilweise sogar schon, als die Rally noch lief. im Tiebreak sorgte eine Aufschlagserie von Hannah Hattemer vom 8:9 zum 14:9 für die Vorentscheidung.

Am Ende waren es zwar nur zwei Punkte und der MTV Hildesheim kann mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg am heutigen Samstag beim TV Hörde schon den Meistertitel perfekt machen. Aber es war ganz große Unterhaltung.

Am Sonntag gastiert der BSV Ostbevern im letzten Saisonspiel beim SV Bad Laer. Das Duell der Erstplatzierten der beiden Vorrundengruppen beginnt um 17 Uhr.

BSV-Frauen: Hattemer, Kerkhoff, Roer, Schulte-Döinghaus, A. Dreckmann, Knight, Seidel, Mersch-Schneider, Spöler, Horstmann, L. Dreckmann.

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