1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. BSV Ostbevern kehrt in die 2. Liga zurück

  6. >

Volleyball: 3. Liga West Frauen

BSV Ostbevern kehrt in die 2. Liga zurück

Ostbevern

Dann ging es doch ganz schnell: Einen Tag nach dem Fristende hat die Volleyball-Bundesliga über den Lizenzantrag des BSV Ostbevern entschieden. Positiv: Der BSV kehrt zur kommenden Saison in die 2. Bundesliga Nord zurück.

Von Ralf Aumüller

Partystimmung in der vollen Beverhalle – darauf hoffen die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern in der kommenden Saison, wenn sie in der 2. Bundesliga Nord wieder gegen Berlin, Stralsund und Hamburg antreten. Foto: Aumüller

Ihre Mannschaftsfahrt führte die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern am vergangenen Wochenende nach Gau-Algesheim in Rheinland-Pfalz. Die Familie von Spielerin Hannah Hattemer besitzt dort ein traditionsreiches Weingut. Das Team logierte im Gästehaus, genoss einige gute Tropfen und erkundete die Region in Rheinhessen. „Wir hatten sehr viel Spaß“, berichtete Trainer Dominik Münch. „Die 2. Bundesliga war eigentlich gar kein großes Thema.“

Konnte ja auch niemand ahnen, dass der Dachverband Volleyball-Bundesliga (VBL) schon am Dienstag über den Lizenzantrag aus Ostbevern entschieden hat – nur einen Tag nach dem Fristende. Die BSV-Frauen, Vizemeister der 3. Liga West, bekommen in der Saison 2022/23 einen Platz in der 2. Liga Nord.

Meister MTV Hildesheim ist nicht dabei

West-Staffel-Meister MTV Hildesheim hatte offenbar keinen Antrag gestellt. Aus der Nord-Staffel der 3. Liga steigt die zweite Mannschaft des Schweriner SC auf. Das ist der Tabellenvierte der Aufstiegsrunde. Die drei vor Schwerin platzierten Teams SG Rotation Prenzlauer Berg, BBSC Berlin II und VSV Havel Oranienburg scheinen auch kein Interesse an der 2. Liga zu haben.

Ganz anders als der BSV Ostbevern. Teammanager Andreas Schneider wurde am Dienstagmittag telefonisch von der VBL über den nachträglichen Aufstieg informiert. Er teilte die frohe Botschaft gleich in den Abteilungs-internen Kanälen – mit heftigen Reaktionen der Freude. „In unserer Whats­App-Gruppe geht es gerade richtig ab“, sagte Schneider am Nachmittag.

Andreas Schneider

Jetzt also wieder Berlin, Hamburg und Stralsund statt Bad Laer, Dortmund-Hörde und Hildesheim. Erstmals hatte der Club von 2019 bis 2021 in der 2. Liga gespielt. Gerade das zweite Jahr war stark von Corona beeinträchtigt. Der BSV hatte sich Anfang 2021 wegen der Pandemie vorzeitig vom Spielbetrieb zurückgezogen und galt als erster Absteiger. Auch 2019 war Ostbevern als Vizemeister der 3. Liga West aufgestiegen. Damals hatte Meister USC Münster II verzichtet.

Und diesmal Hildesheim. „Wir hätten es auch verdient gehabt, Meister zu werden“, betont Dominik Münch. Seine Truppe hatte sich in der Aufstiegsrunde nur einen Ausrutscher erlaubt.

Der Verein darf sich auf die 2. Liga vorbereiten, muss dabei aber auch noch an den Lizenzierungsunterlagen feilen. „Da wartet jetzt eine Menge Arbeit“, weiß Schneider. „Wir müssen uns auch noch weiter auf Sponsorensuche begeben.“ Die VBL teilt mit: „Die Staffelzusammensetzung steht unter dem Vorbehalt, dass alle Vereine auch die nächste Lizenzierungshürde nehmen.“ Die Clubs der 2. Bundesliga müssen ihre „wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ bis Anfang Juni nachweisen.

Dominik Münch

Münch, Chefcoach und Abteilungsleiter, sowie Schneider zweifeln nicht, dass ihr Verein alle Hürden überspringt. Die VBL überprüft nun die Details des Lizenzantrages und verlangt Nachweise. „Wir haben keine Luftschlösser gebaut, wir haben solide geplant“, betont Münch. Der BSV habe seine Hausaufgaben gemacht, auch wenn noch einiges zu erledigen sei. „Die Frage war eher“, so Münch, „was unser Vizemeister-Platz am Ende wert ist. Und die Frage hat sich jetzt geklärt.“

Die Spielerinnen bekommen noch einige Wochen Ruhe. Vor Ende Mai, so der Übungsleiter, wird der BSV nicht wieder ins regelmäßige Training einsteigen. „Und im Hintergrund kümmern wir uns um die Kaderfrage“, so Münch. Das Team bleibe „weitgehend zusammen“, hatte er schon vor Wochen verkündet. Verstärkungen sind aber allein schon deshalb notwendig, um das kleine Aufgebot zu vergrößern. – jetzt in der 2. Bundesliga sicherlich noch mehr als in der 3. Liga.

Startseite
ANZEIGE