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Volleyball: 3. Liga West Frauen

BSV Ostbevern zerpflückt im Spitzenspiel den MTV Hildesheim

Ostbevern

Nach 70 Minuten war das Topspiel schon vorbei. Mit einem Gala-Auftritt und einem klaren 3:0 beim MTV Hildesheim holte sich der BSV Ostbevern zum Ende der Hinserie die Tabellenführung zurück. „Mega stolz“ war Trainer Dominik Münch nach der grandiosen Leistung seiner Truppe.

Von Ralf Aumüller

Was geht denn hier ab? Libera Franziska Seidel kann ihr Glück kaum fassen, wie der BSV am Sonntag den MTV Hildesheim in Grund und Boden gespielt hat. Foto: Peter Leßmann

Erster gegen Zweiter, das ultimative Spitzenspiel in der Vorrundengruppe 2 der 3. Liga West: Da hätte man eine epische Schlacht zwischen den Volleyballerinnen des zuvor noch ungeschlagenen MTV 48 Hildesheim und des Verfolgers BSV Ostbevern erwarten können. Es kam am Sonntagnachmittag ganz anders. Das Topspiel war überraschend schnell vorbei. Nur 70 Minuten brauchten die Gäste, um sich mit einem 3:0 (25:14, 25:15, 25:22)-Sieg die Tabellenführung zurückzuerobern.

Als Erster nach dem Ende der Hinserie dieser Vorrunde darf sich Ostbevern also als eine Art Herbstmeister fühlen. Mit Bremen verlor zudem einer der direkten Konkurrenten um die drei Plätze für die Aufstiegsrunde unerwartet gegen Cloppenburg. Ein grandioser Sonntag für den BSV. Einfach nur zum Genießen.

Dominik Münch

Das tat Dominik Münch auf der langen Rückfahrt mit dem Mannschaftsbus auch in vollen Zügen. „Ich bin mega stolz. Das war ein sehr cooler Auftritt“, sagte der Trainer. Er musste kurzfristig auf die erkrankte Sabrina Roer verzichten und nahm dafür mit Marie Kolkmann und Johanna Struffert zwei junge Mittelblockerinnen aus der zweiten Mannschaft mit. Sie kamen allerdings nicht zum Einsatz, wie drei weitere Teamkolleginnen auch nicht. Es gab nicht den geringsten Grund zum Wechseln. Das BSV-Spiel lief wie geschmiert.

Eine Woche vorher hatten die Ostbevernerinnen schon Verfolger USC Münster II mit 3:0 abgeledert. „Da waren wir auch stark, aber der USC hatte fünf Sätze und eine lange Fahrt vom Vortag in den Knochen“, so Münch. Das war beim MTV Hildesheim anders. Der musste zwar auch schon am Samstag ran, hatte aber nur eine kurze Fahrt nach Lehrte und beim 3:0-Sieg über SF Aligse nur ein kleines Pensum. Das Team übernahm damit für gut 20 Stunden die Tabellenführung. Münch: „Die waren vor dem Spiel gegen uns sehr selbstbewusst. Und dann haben wir den Gegner nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen.“

Spannung nur im dritten Satz

Nach einem Abtasten zu Beginn des Spiels nahmen die Gäste Fahrt auf. Im ersten Satz setzten sie sich zum 16:10 entscheidend ab, im zweiten Durchgang zum 16:8. „Wir haben im Angriff unsere Chancen genutzt, Block/Abwehr hat einen super Job gemacht und wir hatten in der Annahme keine Probleme“, lobte der Coach. Nur im dritten Satz ließ sich Hildesheim nicht abschütteln, bis zum 22:22 blieb es spannend. „Wir sind am Ende stabil geblieben, haben den Kopf oben behalten, als Gegendruck kam“, so Münch.

Als wertvollste Spielerin des BSV wurde zum zweiten Mal in dieser Saison Mittelangreiferin Esther Spöler gekürt, die im letzten Satz aufgedreht hatte. Es hätten laut ihres Trainer aber auch Zuspielerin Lea Dreckmann („fast ein Null-Fehler-Spiel“) oder Sophia Kerkhoff sein können. Am nächsten Samstag (19 Uhr) kommt zum Start der Rückserie SF Aligse in die Beverhalle.

BSV-Frauen: A. Dreckmann, Spöler, L. Dreckmann, Horstmann, Schulte-Döinghaus, Kerkhoff, Seidel, Mersch-Schneider, Knight, Kolkmann, Hattemer, Struffert, Ottens.

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