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Rad: 15. Sparkassen-Münsterland-Giro

Cavendish siegt bei Greipels Abschied

Münster

Weltstar Mark Cavendish macht das Rennen beim Münsterland-Giro, die Schlagzeilen muss er sich aber mit einem Gorilla teilen, der in den verdienten Ruhestand geht. Wenige Sekunden nach dem triumphalen Sprinterfolg des Briten Cavendish überquert André Greipel zum letzten Mal eine Ziellinie nach 17 Jahren im Profi-Zirkus.

Von André Fischer

Letzte Schicht: André Greipel genoss die Ehrenrunde sichtlich ergriffen Foto: Jürgen Peperhowe

Ein britischer Altmeister entzückt 2021 die Radsportfans in der weiten Welt – und am Sonntag auch in Münster. Mark Cavendish, dessen Karriere in Trümmern zu liegen schien, sorgt erst bei der Tour der France im Sommer mit vier Etappensiegen für ein atemraubendes Comeback, um sich nun bei seiner zweiten Teilnahme zum Sprinterkönig des 15. Sparkassen-Münsterland-Giros zu krönen. In einem denkbar knappen Finish in Nienberge zeigt der 36-Jährige vom belgischen Team Deceuninck-Quick-Step nach 200 Kilometern (4:11,53 Stunden) seinen beiden ärgsten Verfolgern Alexis Renard (Israel Start-Up Nation/4:11,54) und Morten Hulgaard (Uno-X Pro Cycling/4:11,55) die eiskalte Schulter. Sein 156. Sieg – erstmals gehört die Siegerbühne einem Engländer. André Greipel (Israel Start-Up Nation), die scheidende Ikone, muss sich derweil bei seinem Abschied vom Radsportzirkus mit Platz zehn begnügen. Ehefrau Tina und die Kinder stehen im Zielbereich ebenso Spalier wie viele seiner Fans. Mit dem „Gorilla“ tritt der aktuell erfolgreichste deutsche Fahrer ab. Er wird fehlen, das steht jetzt schon fest.

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