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Schwimmen: NRW-Meisterschaften

Charlotte Hipper gewinnt in 28,08 Sekunden Bronze

Münster

Ein unglaublich erfolgreiches Schwimm-Wochenende liegt hinter Charlotte Hipper. Die Schülerin aus Vorhelm brillierte bei den NRW-Meisterschaften in Bochum und holte einen starken dritten Platz.

Von Simon Beckmann

Charlotte Hipper ging bei den NRW-Jahrgangsmeisterschaften in Bochum doppelt an den Start: Über 100 Meter Freistil wurde die Vorhelmerin Achte. Über 50 Meter schwamm sie sogar auf´s Podest und holte Bronze. Foto: Dirk Vollenkempr

Es zählt schon jetzt zu den Highlights ihrer Laufbahn. Denn am vergangenen Wochenende nahm Charlotte Hipper an den NRW-Jahrgangsmeisterschaften in Bochum teil – und krönte ihren Ausflug ins Ruhrgebiet gleich mit dem dritten Platz über 50 Meter Freistil: Nach gerade einmal 28,08 Sekunden erreichte die 17-jährige Schwimmerin der SG Sendenhorst die andere Beckenseite, was eine neue Bestzeit für die Schülerin aus Vorhelm bedeutete.
„Mit so einer Zeit hatte ich nicht gerechnet“, offenbarte Hipper nach dem Wettkampf und freute sich breit grinsend: „Die Medaille und der Podestplatz sind schon was ganz besonderes.“

Schwere Coronazeit liegt hinter der SGS

Das sah auch ihre Trainerin Petra Rehsöft so. „Fast eine 27 zu schwimmen, ist schon gigantisch“, war die 57-Jährige stolz auf die Leistung der Schülerin. „Ich glaube, Charlotte hat über die gesamte Distanz nur drei Mal geatmet. Sie hat wirklich alles in die Waagschale geworfen“, berichtete sie. Das monatelange Trockentraining habe sich bezahlt gemacht.
Kurzer Rückblick: Erst im Mai stieg die SG Sendenhorst nach der coronabedingten Pause wieder ins Training ein. Zuvor hielten sich die Schwimmerinnen und Schwimmer per wöchentlich stattfindender Videokonferenz fit. „Da haben wir vornehmlich Stabilisationsübungen gemacht. Die Mädels haben ihre Ausdauer zusätzlich noch mit regelmäßigen Laufeinheiten verbessert“, erzählte Rehsöft. Nachdem die Auflagen dann gelockert wurden, durfte auch die SGS endlich wieder ins Wasser. Allen voran auch Charlotte Hipper sowie ihre Mannschaftskolleginnen Franziska Pälmke und Merle und Jule Bockholt, die fortan zwei bis drei Mal die Woche im Sendenhorster Hallenbad und im Stewwerter Erlbad trainierten.

Hipper überzeugte schon in Burgsteinfurt

„Wir machen ganz viel Hochintensivtraining, das heißt, dass die Mädels eine hohe Belastung über kurze Distanzen fahren sollen“, erörterte die Trainerin.
Das schien auch Charlotte Hipper nach der Corona-Pause zugute zu kommen. Bereits Anfang August, als sie sich beim internationalen Pokalschwimmen in Burgsteinfurt für die NRW-Jahrgangsmeisterschaften qualifizierte, war die Vorhelmerin „unheimlich schnell“ – allerdings nicht über 50, sondern über 100 Meter Freistil im langen Becken. „Als ich die Zeit gehört habe, dachte ich zuerst, dass die Zeitnahme sich vertan hätte, aber Charlotte war wirklich so schnell“, sagte Rehsöft. Die 17-Jährige benötigte nämlich für diese Distanz lediglich 1:02,59 Minuten.

Charlotte Hipper kann stolz auf ihre Leisstung bei den NRW-Meisterschaften sein. Foto: SG Sendenhorst

Noch besser war die Schülerin, die seit ungefähr neun Jahren für die SG Sendenhorst schwimmt und die dortige Gemeinschaft sehr schätzt, dann am vergangenen Wochenende in Bochum: Schließlich absolvierte sie dort nicht nur wie eingangs erwähnt die 50 Meter-, sondern auch die 100-Meter-Distanz – und das ebenfalls mit neuer Bestzeit von 1:02,34 Minuten im langen Becken. Am Ende reichte das für Platz acht bei den Jahrgängen 2002/2003.

Freude im ganzen Verein

„Das war ein wirklich erfolgreiches und spannendes Wochenende. Der zweimalige Weg nach Bochum hat sich definitiv gelohnt“, resümierte Rehsöft. „Der ganze Verein freut sich für Charlotte“, schob sie hinterher. Und überhaupt: „Wenn jemand von der SG zu den NRW-Meisterschaften fährt, ist das schon ein Riesending.“
Mitgefiebert hätten viele Sendenhorster von Zuhause. Der Wettkampf wurde coronabedingt nämlich nicht unter den Augen von Zuschauern ausgetragen. Dafür wurde das Event gestreamt.
Und wie geht es nach der bronzenen Medaille nun für Charlotte Hipper, die selbst auch noch die jüngeren Nachwuchsschwimmer der SG trainiert, weiter? „Ich lasse es langsam angehen und hoffe auf das beste“, ließ sich die Schülerin nicht wirklich in die Karten schauen. Die 17-Jährige überzeugt ohnehin viel lieber mit starken Leistungen im Wasser.

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