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Triathlon

Comeback der Dreikämpfer: Drei Triathleten aus Lengerich zurück auf der Strecke

Lengerich

Auch in diesem Jahr fielen viele Veranstaltungen der Pandemie zum Opfer, Leichtathleten und Triathleten hatten nur wenige Möglichkeiten, an Wettkämpfen teilzunehmen. Drei Lenegricher starteten aber in Warendorf und Hamburg.

Sascha Widera im Ziel in Hamburg – Marlene Blach und Marit Hackmann (kleines Foto von links) starteten derweil beim Warendorfer Emssee-Lauf. Foto: Privat

Auch in diesem Jahr gibt es coronabedingt für die Leichtathleten und Triathleten nur wenige Möglichkeiten, an Wettkämpfen teilzunehmen. Viele angesetzte Termine wurden dann wegen der Hygienemaßnahmen wieder gestrichen. Umso erfreulicher, dass im September der Warendorfer Emssee-Lauf durchgeführt wurde, an dem mit Marlene Blach und Marit Hackmann auch zwei Läuferinnen der Bahntrainingsgruppe Hohne-Lengerich teilnahmen. Beide Sportlerinnen hatten die vorangegangenen Wochen für das Training genutzt, und freuten sich darauf, endlich wieder einmal ihre Leistung in einem Wettkampf über 5000 m abzurufen. Bei sehr guten Bedingungen erreichten beide in ihren Altersklassen jeweils den zweiten Platz. Blach finishte in 24:48 min, fürHackmann blieben die Uhren nach 25:47 min stehen.

Widera startet in Hamburg

Sascha Widera vom TV Lengerich hatte für den Ironman-Triathlon in Hamburg gemeldet, der im Gegensatz zu vielen anderen Mehrkampf-Veranstaltungen tatsächlich ausgetragen werden konnte. Nach einer mehrmonatigen Vorbereitung durfte er zu seinem zweiten „längsten Tag“, wie die Langdistanz auch genannt wird, an den Start gehen. Der Wettkampf begann mit dem Schwimmen in der Binnenalster über 3,8 km. Bei 17 Grad kaltem Wasser half der Neoprenanzug den Athleten, nicht komplett auszukühlen. Wiedera stieg nach 1:11 Stunden aus dem Wasser, um sich dann durch die längste Wechselzone der Welt für das Radrennen über 180 km vorzubereiten. In Hamburg bestand der Kurs aus drei Runden mit je 60 Kilometern. Der Ausdauerspezialist aus Lengerich hatte sich hier einiges vorgenommen und im Vorfeld noch einiges an seiner Rennmaschine optimiert. Leider ließen der sehr kurvenreiche Kurs, der teilweise schlechte Asphalt und auch die immer wieder auftretenden Regenfälle nicht das Durchschnittstempo zu, das er sich vorgenommen hatte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34,5 Stundenkilometern durfte Widera dann nach 5:13 Stunden wieder in die Wechselzone einrollen.

Couragierter Auftritt, starkes Finish

Auf den Schlussabschnit ging es dann zu Fuß. Der Wechsel auf die Laufstrecke fiel Widera nach dem langen Radfahren immer besonders schwierig, da man anfangs „wie auf Eiern“ laufe. Zudem war der Körper gerade an den Fußgelenken durch die niedrigen Temperaturen stark abgekühlt. Aber Widera zeigte sich auf seiner zweiten Langdistanz sehr erfahren und ging die Marathondistanz über 42,195 km couragiert an. Zwar ließ das Durchschnittstempo auf der zweiten Rennhälfte etwas zurück, einen echten Einbruch erlebte er jedoch nicht. Hier half ihm sicherlich auch das wöchentliche Mittwochstraining in der Bahntrainingsgruppe Hohne-Lengerich, wo er sich die passende Tempohärte antrainierte. Widera finishte den Marathon in 3:33 Stunden und benötige in Summe für die drei Disziplinen 10:13:19 Stunden. Von den 1500 gemeldeten Teilnehmern erreichten nur 973 Sportler das Ziel, Widera durfte sich über Platz 17 in seiner Altersklasse freuen. Um 17:17 Uhr endete damit der zweite Ironman – mit Finisher-Nachweis.

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