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Darts-Verstehen für Anfänger

Münster

Die Darts-Weltmeisterschaft bewegt immer mehr Menschen. Aber wie funktioniert der Sport mit Scheibe und Pfeilen eigentlich? Wir erklären es.

Beim Darts werfen zwei Spieler abwechselnd mit jeweils drei Pfeilen auf die Scheibe. Maximal können sie dabei 180 Punkte treffen. Verfehlen alle Pfeile ihr Ziel, hat der Spieler null Punkte getroffen. Foto: IMAGO / Action Plus

Für viele ist es mittlerweile ein fester Bestandteil im Dezember: Die Darts-Weltmeisterschaft, die zwischen Weihnachten und Neujahr immer mehr die Massen begeistert. Aber wie funktioniert der Sport eigentlich?

Startschuss für die Darts-WM war am 15. Dezember. Austragungsort ist der berühmte Alexandra Palace in London, den die Fans nur als „Ally Pally“ bezeichnen. Dort findet noch bis zum 3. Januar die Weltmeisterschaft statt.

Spitznamen gehören dazu

Dabei treten aber keine Mannschaften, sondern Einzelspieler gegeneinander an. Die meisten von ihnen besitzen Spitznamen. Etwa der ehemalige englische Dartsspieler Philip „Phil“ Taylor, besser bekannt als „The Power“, oder der Deutsche Gabriel Clemens, der als „German Giant“ oder „Gaga“ antritt.

Zu finden sind auf einer Scheibe neben Feldern für die Zahlen eins bis 20 auch ein „Bull´s Eye“, also der rote Punkt in der Mitte, sowie ein grüner Kreis darum, der „Bull“ heißt. Treffer im Letztgenannten bringen 25 Punkte. Im „Bull´s Eye“ das Doppelte. In den normalen Feldern bringt ein Treffer die Punktzahl, die daneben steht. Zudem hat jede Nummer noch ein „Double-Feld“ (äußerer Ring) sowie ein „Triple-Feld“ (innerer Ring). Treffer in diese Felder bringen im äußeren Ring die doppelte Punktzahl, im inneren Ring die dreifache Punktzahl. Die höchste Punktzahl, die mit einem Wurf erzielt werden kann, ist also die 60 (Triple 20).

Maximal 180 Punkte möglich

Bei einer Partie werfen die beiden Spieler abwechselnd drei Pfeile auf die Scheibe. Wer gar nicht trifft, bekommt null Punkte. Maximal sind 180 Punkte möglich – drei Pfeile im Triple-20-Feld.

Bei internationalen Wettkämpfen – wie der WM – wird je Durchgang von 501 Punkten rückwärts bis auf null gespielt. Der letzte Wurf der Partie, auch als „Game Shot“ bezeichnet, muss ein Feld mit doppelter Wertung treffen. Zu beachten ist zudem, dass die Spieler genau auf null werfen müssen. Schaffen sie das nicht oder treffen sie zu viele Punkte, müssen sie es von ihrer Startzahl erneut versuchen.

Im Finale sind sieben Gewinnsätze nötig

Beispiel: Einem Spieler fehlen noch zehn Punkte. Er macht aber elf und muss somit beim nächsten Mal wieder bei zehn Punkten anfangen. Gewinnen würde er etwa, wenn er mit einem Pfeil die Double-Fünf treffen würde. Schafft er das, hat er ein „Leg“ gewonnen. Holt er drei „Legs“, gewinnt er ein „Set“, also einen Satz. Davon müssen die Spieler bei der Weltmeisterschaft in den ersten beiden Runden jeweils drei für sich entscheiden, um das Spiel zu gewinnen.

Gespielt wird nämlich im „Best-of-Five“-Modus. In der dritten und vierten Runde treten die Spieler im Modus „Best of Seven“ (vier Gewinnsätze nötig) gegeneinander an, im Viertelfinale im Modus „Best of Nine“ (fünf Gewinnsätze nötig), im Halbfinale im Modus „Best of Eleven“ (Sechs Gewinnsätze nötig) und im Finale im Modus „Best of Thirteen“ (sieben Gewinnsätze nötig).

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