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Reiten: EM

David Will schiebt deutsche Equipe ins Spitzenfeld der Teamwertung

Riesenbeck

Nur knapp hinter den Schweden liegt die deutsche Equipe bei der EM in Riesenbeck nach dem Zeitspringen des Mannschaftswettbewerbs. David Will und C Vier legten die beste Runde hin und sicherten dem Team damit eine hervorragende Ausgangsposition.

Von Henner Henning

David Will und sein Wallach C Vier drehten zum EM-Auftakt in Riesenbeck eine schnelle, fehlerfreie Runde und führten damit die deutsche Equipe auf den zweiten Platz hinter Schweden. Foto: Lisa-Sophie Daut

Das Beste kommt zum Schluss. Als letzter deutscher Reiter und als Nummer 64 von 65 Startern war David Will mit C Vier in den Parcours gegangen, um mal eben die bis dahin schnellste Zeit um knapp eine Sekunde zu unterbieten – und die hatte kein Geringerer als der schwedische Team-Olympiasieger und Silber-Gewinner von Tokio, Peder Fredericsen, mit Catch me not aufgestellt. Der 33-Jährige gewann bei den Europameisterschaften in Riesenbeck nicht nur das Zeitspringen des Teamwettbewerbs, er führte die deutsche Equipe von Bundestrainer Otto Becker damit vor den beiden Runden des Nationenpreises am Donnerstag und Freitag auch auf Platz zwei. Knapp hinter Schweden, aber vor der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Belgien.

Will mag die Schlussposition

Für diese gute Ausgangslage war maßgeblich Will verantwortlich, der den Job als Schlussreiter gerne übernommen hatte – und ihn auch am Donnerstag wieder übernehmen wird. „Ich mag diese Position, da kann ich den Parcours besser planen. Das ist wichtig mit C Vier“, sagte er über seinen 13-jährigen Wallach, der mit einer hohen Grundschnelligkeit scheinbar mühelos den anspruchsvollen Kurs meisterte. „Er hat nicht eine Stange berührt und hat es mir bei jedem Sprung einfach gemacht. Ich könnte glücklicher nicht sein“, erklärte der EM-Debütant.

Becker spart nicht mit Lob

Da sparte dann auch Becker nicht mit Lob, attestierte Will „eine Runde vom Allerfeinsten. Hut ab, es beim ersten Championat so cool durchzuziehen“. Will mit C Vier rundete den gelungenen Auftritt ab und leitete damit Schritt eins zur Rehabilitierung nach der olympischen Enttäuschung von Tokio ein. Zuvor hatte bei seinem Heimspiel Christian Kukuk, der bei EM-Gastgeber Ludger Beerbaum angestellt ist, im Sattel von Mumbai eine fehlerfreie Runde (Becker: „Das hat er super gemacht“) dazu beigesteuert – Rang zehn in der Einzelwertung. André Thieme war mit Chakaria schnell unterwegs, kassierte nach dem Abwurf ausgangs der dritten und letzten Kombination aber vier Strafsekunden (Platz 17). Derer acht musste Marcus Ehning mit Stargold – das Duo sprang für Maurice Tebbel und dessen verletzten Don Diarado ein – nach zwei späten Fehlern (Rang 30) hinnehmen. „Insgesamt aber sind die Jungs gut geritten. Es liegt alles eng beisammen, wir sind im Spitzenfeld dabei. Das wollten wir“, sagte Becker.

Der Auftakt ist schon einmal geglückt, die Basis ist gelegt für die Wiedergutmachung, die durch eine Medaille veredelt werden soll.

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