1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Der gute Start der WWU Baskets kommt auf den Prüfstand

  6. >

Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Der gute Start der WWU Baskets kommt auf den Prüfstand

Münster

Der Blick richtet sich nach vorne. Die ersten drei Siege gelangen den WWU Baskets Münster allesamt fast problemlos. Die nächsten Gegner haben es für den Spitzenreiter aber in sich. Hilfreich, dass Jasper Günther wieder auf Touren gekommen ist nach seiner Verletzung.

Von Henner Henning

Fachkundige Beobachter: Jan und Andrej König, die beide ihre Pro-B-Karriere beendeten, sahen den Baskets-Sieg am Sonntag. Foto: Wilfried Hiegemann

Zahlen lügen – wie auch die Tränen – nicht. Und eben diese Zahlen weisen die WWU Baskets Münster nach drei Spieltagen als Spitzenreiter der 2. Bundesliga Pro B aus. Nach ungefährdeten Siegen bei den Dragons Rhöndorf, gegen die Rhein­Stars Köln und nun gegen den ETV Hamburg (96:61) führt das Team von Trainer Björn Harmsen das Feld vor den ebenfalls ungeschlagenen Iserlohn Kangaroos und Aufsteiger SBB Baskets Wolmirstedt an. Ein Zeichen, dass der personelle Umbruch keinen großen Schaden angerichtet hat – auch wenn man das aktuelle Tabellenbild nicht überbewerten darf.

Mit Neuling Rhöndorf und Schlusslicht Hamburg waren unter den drei Gegnern zwei, die eher in die untere Region einsortiert werden müssen, dazu gastierten die formschwachen Kölner am Berg Fidel. Keine Frage, die Höhe der Siege war beeindruckend, die Gegenwehr über 40 Minuten aber auch überschaubar. „Die nächsten drei Partien werden zeigen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind, da warten Top-Teams auf uns“, sagte Spielmacher Jasper Günther über die anstehenden Duelle beim SC Rist Wedel (2:1 Siege), gegen die BSW Sixers (2:1) und in Wolmirstedt.

Günther mischt schon fast 20 Minuten mit

Nur gut, dass der 22-Jährige nach seiner bei den Dragons erlittenen Sprunggelenkverletzung wieder in Form ist und mit 19:58 Minuten gegen den ETV schon wieder kräftig mitmischte. „Für mich war das auch überraschend, wie gut sich mein Fuß angefühlt hat. Die letzten beiden Wochen waren echt hart für mich“, meinte Günther, der nach seiner Einwechslung direkt die ersten beiden seiner 14 Punkte einstreute und anschließend Adam Touray zum 11:0 fein assistierte.

Seine eigene Leistung wollte er nicht zu hochhängen. „Die ist bei solchen Siegen nicht ausschlaggebend. Ich bin froh, dass wir das Spiel letztlich souverän nach Hause gefahren haben.“

König und König schauen zu

Nach dem Blitzstart (11:0, 17:4) stockte das Baskets-Spiel bis zur Pause gehörig, unter den Augen von Ex-Kapitän Jan König und dem langjährigen Leistungsträger Andrej König leistete sich das Team in Halbzeit eins 14 Turnover – ein Wert, der für einen Titelkandidaten nur schwer zu verkaufen ist. „Da haben wir so gespielt, wie wir es nicht spielen wollten“, sagte Günther, dem sein Coach beipflichtete.

„Da waren wir kollektiv unkonzentriert, haben dazu dumme Fouls und Fehler in der Verteidigung gemacht. Aber wir wissen schon gut, wie wir defensiv und offensiv spielen wollen. Es ist auch schwierig gegen so einen Gegner, wenn man weiß, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnt. Ich mache mir keine Sorgen, dass wir in Wedel wieder so viele Fehler machen“, sagte Harmsen vor dem „schönen Gradmesser“.

Startseite