1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Der Weg für einen neuen Halle-Sieger ist nach Kohlschreibers Aus frei

  6. >

Tennis: Noventi-Open

Der Weg für einen neuen Halle-Sieger ist nach Kohlschreibers Aus frei

Münster

Auch Philipp Kohlschreiber ist bei den Noventi-Open in Halle gescheitert. Für den Sieger von 2011 war im Viertelfinale am Freitag gegen den Russen Andrej Rublew Schluss. Er war zudem der letzte Deutsche, der noch im Turnier war.

Viertelfinal-Aus in Halle: Philipp Kohlschreiber Foto: dpa

Am Freitagmittag zur besten Lunch-Zeit steht fest, dass es bei den Noventi-Open einen neuen Namen in der Siegerliste geben wird. Denn mit Philipp Kohlschreiber ist nicht nur der letzte der sechs deutschen Hauptfeld-Starter im Viertelfinale ausgeschieden, der 37-Jährige war auch der letzte frühere Halle-Champion im Feld. Doch der Gewinner von 2011 unterlag Andrej ­Rublew mit 6:7 (4:7), 2:6, hatte dabei aber gerade im ersten Satz Möglichkeiten zu mehr.

„Schade, dass ich meine frühen Chancen nicht nutzen konnte“, meinte der in Kitzbühel lebende Augsburger, der in einem ersten Abschnitt mit nur einem Breakball (Rublew beim Stand von 3:2) im Tiebreak auf einem guten Weg war. Mit einem Netzroller stellte er auf 2:0, führte wenig später 4:2. Der Russe war leicht genervt, leitete mit drei schnellen Punkten aber die Wende ein und schnappte sich mit einem feinen Slice-Passierball noch den Durchgang. „Philipp hat mir lange Zeit das Leben sehr schwer gemacht. Läuft ein Punkt anders, habe ich den Satz verloren. Und dann kann es eine ganz andere Geschichte werden. Der Tiebreak war der Schlüssel“, sagte der 23-jährige Rublew.

Der Weltranglistensiebte machte mit dem Erfolgserlebnis im Rücken direkt weiter Druck und nutzte mit dem zweiten Breakball die Gunst des Moments. „Philipp war vielleicht noch etwas down. Und nach dem frühen Break war er noch weiter unten, ich dagegen wurde besser und besser“, sagte der Moskowiter.

Kurzum: Kohlschreiber war fortan chancenlos und beendete nach 81 Minuten mit einem Return-Fehler das Match. Nach dem Erreichen der dritten Runde bei den French Open aber war das Viertelfinale das nächste gute Ergebnis des auf Platz 128 der Weltrangliste abgerutschten Routiniers. „Es war eine tolle Woche. Ich habe mich auch in diesem Jahr wohlgefühlt in Halle“, so Kohlschreiber.

Richtig gut fühlt sich auf dem ostwestfälischen Rasen auch Nikolos Bassilaschwili. Nach seinen beiden Siegen in der Qualifikation gewann der Georgier auch sein drittes Hauptfeld-Match und steht nach dem 6:4, 7:6 (7:5) gegen den Südafrikaner Lloyd Harris in der Vorschlussrunde. „Ich war ein bisschen nervös, fast schon gestresst. Bin dann aber ruhiger geworden“, sagte der 29-Jährige, der es „mag, in Deutschland zu spielen“. Kein Wunder, gewann er ja zweimal in Hamburg sowie in diesem Jahr in München. Und nun in Halle? Dafür müsste er zunächst Rublew aus dem Weg räumen und dann den Sieger der Partie Felix Auger-Aliassime (Kanada) gegen Ugo Humbert (Frankreich) bezwingen.

Startseite