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Fußball: RWA-Spiel abgesagt

Deutliche Kritik von Fortuna Köln

Ahlen

Es hatte sich angedeutet – und am Freitag bewahrheitete sich die Befürchtung: Das Heimspiel von Rot-Weiß Ahlen gegen Fortuna Köln wurde abgesagt. Der Grund: Nach einer Platzbegehung sperrte die Stadt den Kunstrasenplatz am Wersestadion. Eine Begründung, mit der sich die Kölner nicht anfreunden wollen.

Von Henning Hoheisel

Achtung, Rutschgefahr! Das für Samstag auf Kunstrasen geplante Regionalliga-Heimspiel von RW Ahlen, hier mit Romario Wiesweg (l.), gegen Fortuna Köln wurde am Freitag abgesagt. Foto: Wegener

Es hatte sich tags zuvor bereits abgezeichnet, am Freitag sollten sich die Befürchtungen schließlich bewahrheiten. Das Heimspiel von RW Ahlen gegen Fortuna Köln zum Wiederbeginn in der Regionalliga West wurde abgesagt, da der Kunstrasen am Wersestadion von der Stadt nach einer Platzbegehung gesperrt wurde. Eine Begründung, mit der sich der Gegner vom Rhein nicht anfreunden will.

Harsche Kritik

Unmittelbar nach der Verkündung des Spielausfalls reagierte Fortuna Köln auf seiner Internetseite mit harscher Kritik. „Die Vorkommnisse um die Spielabsage lassen uns sehr stark hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Beteiligten aus Ahlen zweifeln“, wird dort Geschäftsführer Benjamin Bruns zitiert. Doch das ist noch nicht alles.

Weil bei Rot-Weiß bereits am Donnerstag aufgrund von Corona-Fällen im Team sowie Sicherheitsbedenken der Polizei (diese Zeitung berichtete) Zweifel an der Austragung aufgekommen waren, witterte Bruns „Vorsatz und Wettbewerbsverzerrung“. Kölns Geschäftsführer merkte laut Mitteilung an: „Nun wurde seitens der Stadt der Kunstrasenplatz bei heute fünf Grad und morgen angesagten sieben Grad für unbespielbar erklärt.“

Zimmermann kann den Ärger verstehen

Deutliche Worte, die Ahlens Trainer Andreas Zimmermann achselzuckend zur Kenntnis nahm: „Ich kann den Ärger verstehen, aber für uns ist die Situation doch auch blöd. Jetzt haben wir wieder eine Englische Woche mehr.“ Er betonte außerdem: „Es ist ja nicht nur unser Spiel abgesagt, es dürfen auch keine Jugendspiele stattfinden.“ Laut Geschäftsführer Gero Stroemer waren am Wochenende sieben Testspiele des rot-weißen Nachwuchses angesetzt.

Verantwortlich für die Absage sind Grünflächen- und Sportamt der Stadtverwaltung. Nachdem zuvor bereits der Platz des Wersestadions für unbespielbar erklärt wurde, lautete nach der Begehung des Kunstrasens das behördliche Urteil: Teile des Untergrunds sind vereist, eine Austragung des Heimspiels gegen Köln nicht möglich. „Der Kunstrasen war wirklich glatt“, sagte Stroemer. Und auch Zimmermann bestätigte: „Wir konnten schon die ganze Woche nur auf einem Teil des Kunstrasens trainieren. Ich kann die Entscheidung nachvollziehen.“ Wann die Partie nachgeholt wird, steht bis dato noch nicht fest.

Gespräch über Zimmermanns Zukunft in der nächsten Woche

Unterdessen ist für die kommende Woche ein Gespräch zwischen Ahlens Chefetage und Zimmermann über dessen Zukunft anberaumt. „So ist es vereinbart“, bestätigt der rot-weiße Übungsleiter.

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