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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Ein bitteres Weihnachtsspiel für die WWU Baskets gegen Vechta

Münster

Da war rein gar nichts zu holen für die WWU Baskets Münster. Gegen den Spitzenreiter der Pro A war kein Kraut gewachsen aus Sicht des Neulings. Rasta Vechta war in allen Belangen überlegen und schnappte sich den glatten 102:68-Sieg.

Darien Jackson ist in dieser Szene zwar frei beim Wurf, muss sich aber gegen drei Rasta-Akteure, unter anderem den spielfreudigen Tajuan Agee (l.), behaupten. Foto: Jürgen Peperhowe

Was hatten sich die WWU Baskets Münster nicht auf diese Partie gefreut. Der Spitzenreiter der 2. Bundesliga Pro A kommt zum Weihnachtsspiel, eine volle Halle garantiert beste Basketball-Stimmung mit reichlich Auswärtsfans. Doch was die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen dann gegen Rasta Vechta in den 40 Minuten erlebte, war eine Lehrstunde allererster Güte.

Mit 68:102 (34:57) unterlag der Pro-A-Neuling dem ehemaligen Bundesligisten, kam dabei zu keiner Sekunden für einen Coup in Frage. „Wir waren einfach nicht bereit. Es ist enttäuschend, dass Vechta mehr gekämpft und mehr Intensität in seinem Spiel hatte als wir“, erklärte der Coach.

Lenz im Mittelpunkt

Vor dem ersten Hochball stand erst einmal ein Mann im Mittelpunkt, der sich seit 25 Jahren verdient macht. Marco Lenz, als Betreuer ein Gesicht des Vereins, wurde für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Loyalität geehrt, erhielt den wohlverdienten Applaus der 2500 Zuschauer. Doch nur wenige Augenblicke später war es aus Sicht der Münsteraner auch schon wieder vorbei mit der Festtagsstimmung. 0:5, 2:12, 6:20 – die Baskets wurden überrollt vom Tabellenführer, der an das vierte Viertel von Leverkusen anknüpfte. Dort hatten die Niedersachsen am Samstag einen 18-Punkt-Rückstand in den letzten neun Minuten mal eben gedreht.

Marco Lenz & Friends Foto: Jürgen Peperhowe

Eine Vorstellung, wie Vechta das angestellt hat, bekamen die Harmsen-Truppe. Der Gast schlug ein immens hohes Tempo an, ließ Münster defensiv wie offensiv kaum Luft zum Atmen. Dazu hatte Rastas Power Forward Tajuan Agee eine Menge Spaß mitgebracht, zehn Punkte und vier Assists streute der 2,01 Meter große und 104 Kilo schwere Amerikaner in Viertel eins ein.

An der Statik ändert sich nichts

Münster korrigierte seinen kapitalen Fehlstart (7:27/8.) immerhin noch durch Dreier von Cosmo Grühn, Thomas Reuter und Stefan Weß auf 17:34 zur ersten Pause. An der Statik der Partie änderte das aber wenig. Vechta blieb vor gut 200 mitgebrachten, lautstarken Fans dominant, auch wenn die Baskets sich etwas freigeschwammen. Der agile Darien Jackson punktete erst, blockte dann Rastas Joel-Sadu Aminu, um dann erneut per Freiwurf zu treffen. Doch das zarte Aufflackern konterte Agee eiskalt – mit zwei Distanzwürfen zum 47:21. (14.).

Es deutete sich ein bitterer Heimabschluss für die Baskets an. Zwar drückte Münster nach dem Korberfolg von Seiferth den Rückstand mal unter 20 (34:52/120.), kassierte dann aber nach einem unsportlichen Foul von Oliver Pahnke mal eben fünf Zähler von Aminu.

Am Ende wird es deutlich

Die Frage, ob das Harmsen-Team eine Überraschung gegen den Pro-A-Primus schaffen könnte, war da längst geklärt. Vielmehr ging es für die Baskets nur noch darum, das Ergebnis im Rahmen zu halten. Und auch dieses Vorhaben glückte nicht, Siler Schneider schob den Rasta-Vorsprung erstmals in den 30er-Bereich (72:41), Alexander Flanigan stellte per Dreier gar auf 81:43 (29.). Es war schon frustrierend für den bemühten Gastgeber, der einfach offensiv kaum bis gar keine Mittel fand. Es war eine schmerzhafte Erfahrung, die der Neuling da vom Liga-Schwergewicht erhielt, das vor drei Jahren noch international in der Champions League gespielt hatte.

Adam Touray

Dreimal aber wurde es dann doch noch richtig laut in der Halle. Youngster Paul Viefhues traf von der Dreierlinie doppelt und ließ einen Block gegen Kaya Bayram folgen – emotionale Highlights zum Ende einer Partie, in der der Außenseiter nichts auszurichten hatte.

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