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Fußball: Westfalenpokal

Eine Pause im Achtelfinale in Lippstadt täte vielen Preußen gut

Münster

Der eine oder andere vielbeschäftigte Preußen-Spieler wird das Westfalenpokal-Achtelfinale am Dienstag beim SV Lippstadt zwecks Schonung nur von der Bank verfolgen. Trotzdem bleibt das eindeutige Ziel des Regionalligisten, sich in der laufenden Saison über diesen Wettbewerb für die DFB-Pokal-Hauptrunde zu qualifizieren.

Von Thomas Rellmann

Deniz Bindemann darf sich Hoffnungen auf einen Einsatz in Lippstadt machen. Bisher war er in dieser Saison immer Joker. Foto: Sebastian Sanders

Der Terminstress im Spätsommer und Herbst gefällt Sascha Hildmann so gar nicht. „Das ist Wahnsinn, wir kommen überhaupt nicht dazu zu trainieren“, sagt der Coach von Preußen Münster. Kein Wunder, dass er am Dienstag im Westfalenpokal-Achtelfinale bei Regionalliga-Rivale SV Lippstadt (18 Uhr) ein paar Vielspieler schonen will. „Auf drei, vier Positionen wird sich was tun. Eigentlich benötigen sogar noch mehr Jungs eine Pause.“

Gerrit Wegkamp, Julian Schauerte, Alexander Langlitz oder Marcel Hoffmeier wären Kandidaten. Selbst der geradezu unverwüstliche Nicolai Remberg kann eine Ruhephase gebrauchen. „Auch beim ihm müssen wir aufpassen, dass es nicht zu viel wird.“ Zumal der 21-Jährige am Samstag auf die Schulter fiel, aber unter Schmerzen auf die Zähne biss. Verteidiger Robin Ziegele, der einerseits Praxis sammeln, aber auch nicht direkt verheizt werden soll, bleibt vermutlich in der Startelf.

Thiel, Holtby, Dahlke und Bindemann dürfen hoffen

Wer könnte stattdessen aufrücken? Ganz sicher Marvin Thiel, auch Joshua Holtby oder die Offensivakteure Deniz Bindemann und Jan Dahlke. Sie alle würden sich über diese Chance freuen. Für Thorben Deters kommt ein Startelf-Einsatz nach seiner Verletzungspause noch zu früh. Aber aus der U 23 stehen auch noch Abwehrspieler Jano Ter-Horst und Kevin Schacht, der beim 0:2 der Reserve in Erndtebrück extra nur als Joker zum Einsatz kam, parat.

Da kann sich also einiges tun in der SCP-Formation, wenn auch nicht in der Grundordnung. Daraus abzuleiten, dass der Pokal für die Preußen im Vergleich zur Meisterschaft in dieser Saison nur eine untergeordnete Rolle spielt, wäre aber zu leicht. „Für uns zählt beides. Abschenken werden wir gar nichts“, betont Hildmann. Der Einzug in die 2. Hauptrunde im DFB-Pokal gegen Hertha BSC hat auch dem 49-Jährigen gezeigt, welchen Wert der Wettbewerb auf Verbandsebene haben kann. Den haben auch die Lippstädter erkannt. „Für sie ist es ein Highlight. In der Liga dürften sie unten nicht mehr reinrutschen, also kann ich mir vorstellen, dass das Spiel für sie eine besondere Bedeutung hat“, so Hildmann.

Sascha Hildmann über Lippstadt

Im vergangenen Spieljahr gewann Münster zweimal glatt, damals versuchte der SVL beide Male mitzuspielen und bot große Räume. Das ist jetzt womöglich anders. „Die Mannschaft kämpft wie verrückt, sie ist richtig wild, aggressiv. Und sie spielt gute lange Bälle“, sagt Hildmann. Ein Wiedersehen gibt es bereits in dreieinhalb Wochen in der Liga. Doch auch für die Preußen ist das K.o.-Spiel mehr als eine Generalprobe.

SCP: Schulze Niehues – Ter-Horst, Ziegele, Borgmann – Hemmerich, Holtby, Klann, Thiel – Schacht, Dahlke, Bindemann

Liveticker aus Lippstadt ab 18.30 Uhr: wn.de/scp

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